Approbationsordnung für Zahnärzte

Die Approbationsordnung für Zahnärzte soll nach gut 60 Jahren novelliert werden. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat einen Referentenentwurf vorgelegt, der das Bundeskabinett passiert hat. Der Bundesrat hat die Approbationsordnung zunächst auf Eis gelegt. Die neue Große Koalition hat die Approbationsordnung in den Koalitionsvertrag aufgenommen.

Zahnärztliche Approbationsordnung wieder im Bundesrat - aus FVDZ aktuell vom 23.10.18

Überraschend ist die Neuregelung der zahnärztlichen Approbationsordnung in der vergangenen Woche wieder auf die Tagesordnung des Bundesrates gesetzt worden – im selben Wortlaut, wie sie bereits vor einem Jahr wegen Bedenken der Kultus- und Finanzminister der Länder von der Tagesordnung des Ländergremiums genommen worden war. Im Schnellverfahren, ohne weitere Maßgaben oder Empfehlungen aus Bundesländern, sollte die Novelle nun beschlossen werden. Die Initiative dafür kam aus Bayern. Doch so schnell die Approbationsordnung aufgenommen worden war, so zügig verschwand sie am vergangenen Freitag auch wieder in der Plenumssitzung der Länderkammer. Offenbar hatte es erneut Widerstand aus einigen Bundesländern gegeben. Im Vorfeld der Wiederaufnahme im Bundesrat war vergangene Woche zu hören, dass sich an den ursprünglichen Konfliktlinien nichts geändert habe. Abgestimmt wurde am Freitag dann doch nicht, vielmehr dürfen sich die Ausschüsse nun erneut mit der Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung befassen.
Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) begrüßt grundsätzlich eine Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung – aber nicht um jeden Preis. „Und dieser ist im vorliegenden Entwurf zu hoch“, sagte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. „Nach 63 Jahren alter Approbationsordnung sollte nun so viel Zeit sein, sich mit den kritischen Punkten eingehend zu befassen und Lösungen zu finden, die einer neuen Generation von Zahnärzten auch tatsächlich gerecht wird.“ Als dringend notwendig erachtet der FVDZ eine realistische Ausfinanzierung der Reform sowie eine echte Verbesserung der Betreuungsrelation von Lehrenden und Studierenden. Beides sei im vorliegenden Entwurf nicht gegeben. Der Freie Verband setzt sich zudem nachdrücklich für den Erhalt der zahntechnischen Ausbildung der angehenden Zahnärzte ein. „Von einer Reform um der Reform Willen sollten wir Abstand nehmen“, betonte FVDZ-Bundesvorsitzender Schrader. „Jetzt gilt es klug und nachhaltig an die Sache heranzugehen, damit die Novelle tatsächlich der Ausbildung dient und nicht nur ein weiteres Fleißsternchen für den Gesundheitsminister wird.“ Im August 2017 hatte der damals amtierende Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Entwurf der seit Jahren überfälligen Reform der zahnärztlichen Approbationsordnung vorgelegt, der dann jedoch in der Länderkammer scheiterte. Zwar hatte der federführende Gesundheitsausschuss dem Bundesrat die Zustimmung empfohlen, Ablehnung und die Forderung nach weiterer Prüfung war damals aus dem Finanz- und Kulturausschuss gekommen. Seither lag die Approbationsordnung auf Eis. sas

Position des FVDZ zur Neuordnung der Approbationsordnung für Zahnärzte - Kurzform der wichtigsten Punkte

Kurzform_AOZ-Position.pdf (12,5 KiB)

Stellungnahme des FVDZ zur Novellierung der Approbationsordnung für Zahnärzte

DFZ 2/ 17 Titelthema "Approbationsordnung"