FVDZ aktuell vom 14.7.2026
- GREEN DENTISTRY Award: Jetzt bewerben
- Bundestag: Das GKV-Sparpaket kommt
- FVDZ-Laufinitiative 2026: Die letzten Termine
- Baden-Württemberg: Landesversammlung setzt klare Signale
- Sachsen-Anhalt: Praxisteamtage 2026
- Schleswig-Holstein: Ostsee-Symposium 2026 in Kiel
- FDI World Dental Congress 2026 in Prag: Frühbucherrabatt für Mitglieder
- Europatag: Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Fokus
- RKI-Studie: Zu wenig zahnärztliche Kontrolluntersuchungen
- NHS: Engländer sollen für Bewegung belohnt werden
- Praxistipp der Woche: Nichts riskieren
- Praxis-Ökonomie-Kongress on demand: Jetzt online fortbilden
- Sommerkongress on demand: Wissen flexibel nachholen
Aus dem Verband
GREEN DENTISTRY Award: Jetzt bewerben
Mit dem neuen FVDZ GREEN DENTISTRY Award schafft der Freie Verband Deutscher Zahnärzte erstmals ein Förder- und Auszeichnungsformat, um herausragende Projekte, Initiativen und Persönlichkeiten aus der Zahnmedizin sichtbar zu machen. Ziel des Awards ist es, Ressourcenbewusstsein, innovative Zukunftsideen und gesellschaftliches Engagement zu würdigen und die vielfältigen Leistungen des Berufsstands stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. „In deutschen Zahnarztpraxen entstehen jeden Tag innovative Ideen und beeindruckendes gesellschaftliches Engagement. Mit dem GREEN DENTISTRY Award möchten wir diesen Einsatz darstellen und zeigen, wie vielfältig Zukunft in der Zahnmedizin aussehen kann“, sagt der Bundesvorsitzende Christian Öttl. Verliehen werden Preise in den drei Kategorien Ressourcenschonung, Innovation und Soziales Engagement. Jede Kategorie ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert. Bewerben können sich Einzelpersonen, Praxisteams, niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte, zahnärztlich geleitete MVZ sowie gemeinnützige Initiativen bis zum 31. August 2026 hier.
Bundestag: Das GKV-Sparpaket kommt
Das GKV-Sparpaket wird umgesetzt: Am Freitag vergangener Woche hat der Bundestag nach zum Teil heftiger Debatte das Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Ein Mehr-Länder-Antrag im Bundesrat, das Gesetz zur weiteren Nachbesserung in den Vermittlungsausschuss zu schicken, scheiterte. Wenig leidenschaftlich, dafür an der Sache orientiert – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte das Sparziel von 18,8 Milliarden Euro vorgegeben – setzten sich die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD im Bundestag für das Gesetz ein. Aus der Opposition dagegen hagelte es umso lebhafter Kritik, sowohl an der handwerklichen Umsetzung des Gesetzes sowie inhaltlich an den geplanten Kürzungen. Ärztliche und zahnärztliche Verbände und Organisationen befürchten ebenfalls erhebliche Einschnitte in der Versorgung durch die Sparmaßnahmen. Wenngleich der FVDZ in der Aufhebung des geplanten Fachzahnarztvorbehalts in der Kieferorthopädie zumindest einen politischen Teilerfolg sieht, bewertet der FVDZ-Bundesvorsitzende Christian Öttl die Rückkehr zur strikten Budgetierung als gravierenden Fehler: „Wir sind keine Kostentreiber im System, sondern wir verhindern Folgekosten durch unser Präventionskonzept“, betont Öttl. „Dafür werden wir jetzt abgestraft. Es ist politisch wenig vorausschauend, gut funktionierende Strukturen zu beschneiden, anstatt sie durch Investition auf Erfolgskurs zu halten.“
Quelle: FVDZ, Tagesspiegel Background, FAZ, Tagesschau
FVDZ-Laufinitiative 2026: Die letzten Termine
Die FVDZ-Laufinitiative 2026 geht in die Schlussphase. Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, dabei zu sein. Wir laden Sie herzlich ein:
Aus den Landesverbänden
Baden-Württemberg: Landesversammlung setzt klare Signale
Berufspolitischer Austausch, fachliche Impulse und intensive Diskussionen prägten die Landesversammlung des FVDZ Baden-Württemberg am 11. Juli in Ispringen. In seinem Grußwort warnte der Bundesvorsitzende Christian Öttl vor den Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf Prävention und Freiberuflichkeit. Im Schwerpunkt Nachwuchsförderung warb Elisabeth Triebel dafür, junge Kolleginnen und Kollegen für die Standespolitik zu gewinnen – jedoch ohne die, die bereits seit vielen Jahren Verantwortung übernehmen und sich engagieren, aus dem Blick zu verlieren. Auf großes Interesse stieß zudem der Vortrag „Zucker jenseits von Karies“ der Ernährungswissenschaftlerin Friederike Schmidt. In der anschließenden berufspolitischen Aussprache bekräftigte der Landesvorsitzende Joachim Härer die Forderungen nach einem Ende der Budgetierung, dem Abbau von Bürokratie und einer Anpassung des GOZ-Punktwerts. Anschließend verabschiedeten die Delegierten die Anträge einstimmig und setzten ein klares Zeichen für Prävention, Freiberuflichkeit und eine verlässliche zahnmedizinische Versorgung.
Sachsen-Anhalt: Praxisteamtage 2026
Ein starkes Praxisteam ist die Basis für eine erfolgreiche Praxis. Deshalb lädt der FVDZ Sachsen-Anhalt Zahnärztinnen, Zahnärzte und ihre Teams zu den Praxisteamtagen 2026 ein. In angenehmer Atmosphäre erwarten die Teilnehmenden gesetzlich vorgeschriebene Unterweisungen, Notfallmanagement und aktuelle Praxisthemen – praxisnah, verständlich und mit vielen Tipps für den Arbeitsalltag. Auch der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen kommt nicht zu kurz. Der nächste Praxisteamtag findet am 29. August 2026 im Atrium Hotel Amadeus in Osterfeld statt. Ein weiterer Termin folgt am 5. Dezember im Bernstein Acamed Resort in Nienburg. Hier geht's zum Anmeldeformular und zu weiteren Informationen im Flyer.
Schleswig-Holstein: Ostsee-Symposium 2026 in Kiel
Fortbildung mit Fördeblick: Am 12. September erwartet das traditionsreiche Ostsee-Symposium seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem abwechslungsreichen Programm aus Wissenschaft, Praxis und Standespolitik im Maritim Hotel Bellevue Kiel. Peer Kämmerer widmet sich unter anderem der Sedierung von Angstpatienten, der Technik bei Weisheitszahnentfernungen, Rekonstruktionen im Kopf-Hals-Bereich sowie der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen. Kristina Schoepke berichtet über ihre Erfahrungen mit automatischer Behandlungsdokumentation und dem Einsatz von KI in der Praxis. Moderne CAD/CAM-Verfahren, 3D-Druck und Robotik im Zahnarztlabor stehen im Fokus des Vortrags von Nikita Diedrich. Roland Kaden informiert über die korrekte GOZ-Abrechnung und die Möglichkeiten der Freien Vereinbarung. Eine standespolitische Sprechstunde mit Landespolitikern rundet das Programm ab. Hier geht’s zum Programm und zur Anmeldung.
Aus der Gesundheits- und Standespolitik
FDI World Dental Congress 2026 in Prag: Frühbucherrabatt für Mitglieder
Vom 4. bis 7. September lädt der FDI World Dental Congress die internationale Zahnärzteschaft erstmals in die Tschechische Republik nach Prag ein. Erwartet werden mehr als 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern. Das Programm bietet aktuelle Forschungsergebnisse, Innovationen und Best Practices der Zahnmedizin sowie eine große Fachausstellung mit führenden Unternehmen der Dentalbranche. Als Mitglied profitieren Sie von einem Rabatt von 10 Prozent auf die Kongressregistrierung. Nutzen Sie hierfür den Code FDIMEMBERS2026. Das Angebot gilt bis zum 24. Juli 2026, dem Ende der Early-Bird-Registrierung. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.
Europatag: Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Fokus
Mit dem brandaktuellen Thema der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen in der EU beschäftigte sich der diesjährige Europatag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Berlin. In Deutschland tritt am 1. November bereits das gerade verabschiedete Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennung in Kraft. Und die EU-Kommission plant für Ende 2026 die Überarbeitung der Berufsanerkennungsrichtlinie, die die Anerkennung beruflicher Qualifikationen durch digitale Verfahren vereinfachen soll. Viel Stoff also für die Experten auf dem Europatag-Panel, die sich vor allem mit der Frage beschäftigten, ob Beschleunigung und Vereinfachung sich mit den hohen Anforderungen des Patientenschutzes in Einklang bringen lassen. BZÄK-Präsidentin Romy Ermler brachte es in ihrer Einleitung auf den Punkt: „Schneller darf nicht schlechter sein.“ Gregor Thüsing, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit der Universität Bonn, brachte in seinem Vortrag das bemerkenswerte Detail mit, dass sogar eine „automatische Anerkennung von Abschlüssen aus Drittstaaten im Raum steht“. Auf viel Gegenliebe stoßen solche Gedanken und der Einsatz von KI bei der Prüfung von Dokumenten und Kenntnissen in der Zahnärzteschaft nicht. „Die Kenntnisprüfung ist kein bürokratisches Hindernis, sondern Patientenschutz“, sagte BZÄK-Vizepräsident Ralf Hausweiler. Patientinnen und Patienten müssten sich auf die fachliche Qualität von Zahnärztinnen und Zahnärzten verlassen können, gleichgültig, wo sie ihre Ausbildung absolviert haben.
Quelle: BZÄK, FVDZ
RKI-Studie: Zu wenig zahnärztliche Kontrolluntersuchungen
Mehr als jeder Dritte hat 2024 keine zahnärztliche Kontrolluntersuchung in Anspruch genommen. Das geht aus einer Studie des Robert Koch-Instituts hervor. Erstmals wurden für Deutschland die Inanspruchnahme zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen durch Erwachsene ab 20 Jahren auf der Basis von BEMA-Abrechnungsdaten der KZBV der Jahre 2015 - 2024 analysiert. Die Quote der Inanspruchnahme zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen verlief demnach bis 2019 mit rund 64 Prozent konstant, mit einem Rückgang im ersten Pandemiejahr 2020 (62,1 Prozent) und einem allmählichen Anstieg in den Folgejahren bis auf das Ausgangsniveau im Jahr 2024. Männer, jüngere Erwachsene, Hochaltrige sowie Personen in Westdeutschland weisen nach den Zahlen eine geringere Inanspruchsnahmequote auf, wobei sich Ost-West-Unterschiede im Zeitverlauf verringert haben. Damit unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen.
Quelle: änd, RKI
NHS: Engländer sollen für Bewegung belohnt werden
Der Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) will Engländer mit Belohnungen zu mehr Bewegung motivieren. Für diejenigen, die sich einen Monat lang täglich 30 Minuten zu Fuß fortbewegen, soll es Gutscheine oder Vergünstigungen geben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die BBC. Der Start der Initiative ist für 2027 geplant. Teilnehmer sollen ihre Strecken digital dokumentieren, etwa über ihr Smartphone oder ihre Smartwatch. Entwickelt wird das Programm mit dem ehemaligen englischen Mittelstreckenläufer Brendan Foster. Die Initiative soll Teil eines umfassenderen Plans zur Verbesserung der Gesundheit werden. Bewegungsmangel stehe im Zusammenhang mit jedem sechsten Todesfall, verlautbart die BBC unter Berufung auf Zahlen des NHS.
Quelle: DÄ, dpa
Praxistipp der Woche
ChatGPT und Co. individuell einstellen
Wegen formaler Fehler gute Leistung nicht bezahlt zu bekommen, das muss nicht sein. Da kann das PVS hilfreich sein.