Approbationsordnung für Zahnärzte

Die Approbationsordnung für Zahnärzte ist nach 64 Jahren novelliert worden und am 1.1.2020 in Kraft getreten. Zur Approbationsordnung.

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Das FVDZ-Studierendenparlament informiert aktuell und übersichtlich über die Approbationsordnung.

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Pressemeldung vom 6.10.21

Zahnmedizinstudium: Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung verabschiedet

Engagement an der Basis – Studierende setzen Forderungen durch

Erfolg für die Studierenden: In die neue Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO) werden neben den Vorschlägen des Gesundheits- und Kulturausschusses auch zahlreiche Empfehlungen des Studierendenparlaments im Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ StuPa) einfließen. Der Bundesrat hat der Verordnung zur Änderung der ZApprO bereits am 17. September 2021 zugestimmt.


Sinnvolle Übergangsregelungen, aber verbesserungswürdiger Nachteilsausgleich


„Wir begrüßen natürlich sehr, dass wir gehört wurden“, sagt Albrecht Gäde, Leiter der StuPa-Arbeitsgruppe Approbationsordnung. Vor allem zur Übergangsregelung äußert sich Gäde zufrieden: „Die bisher geltenden Vorschriften hätten zu einer unverschuldeten Verlängerung des Studiums ganzer Jahrgänge führen können.“ Mit den Änderungen könnten nun erfreulicherweise alle nach alter ZApprO begonnenen Studiengänge auch nach dieser abgeschlossen werden. Antje Dunkel, Gädes Vorgängerin in der StuPa-Arbeitsgruppe und heute erste Vorsitzende des Bundesverbandes der Zahnmedizinstudierenden (bdzm), sieht allerdings trotz aller Erfolge weiterhin Verbesserungspotenzial, so etwa beim sogenannten „Nachteilsausgleich“: „Dieser schließt entgegen unserer Forderung weiterhin Schwangere und Stillende während der Studienzeit nicht mit ein.“


Finanzierung nicht abschließend geklärt, aber Schub für Digitalisierung der Lehre


Konstantin Schrader, erster Vorsitzender des FVDZ StuPa, weist darüber hinaus auf die Finanzierungsproblematik hin: „Der künftig höhere Betreuungsschlüssel in der Klinik erfordert einen erweiterten Personalaufwand. Mangelt es an adäquater Finanzierung durch die Länder, könnten schlimmstenfalls ganze Studienplätze wegfallen.“ Gegen einen ZApprO-bedingten Abbau von Studienplätzen werde sich das StuPa mit aller Vehemenz positionieren. Positiv wertet das StuPa indes die neu eingeführte Möglichkeit, praktische Kurse durch digitale Lehrformate zu flankieren. Dilara Arslan, Leiterin der StuPa-Arbeitsgruppe Digitalisierung, betont, dass die Digitalisierung des Studiums in der Pandemie einen großen Schritt nach vorne getan habe. „Jetzt gilt es, die Erfahrungen aus dieser Zeit zu evaluieren und digitale Lehrinhalte auf sinnvolle Art mit der Präsenzlehre zu verknüpfen.“


Digitalisierung und Co. – weiter an der zahnmedizinischen Zukunft stricken


Positiv resümiert Dunkel, dass die ZApprO nun weitestgehend an aktuelle Standards angepasst worden sei. „Die Änderungen sind ein entscheidender Schritt hin zur praktikablen Umsetzung der Gesetzesvorgabe. Als Interessenvertretung der Zahnmedizinstudierenden werden wir vom StuPa und vom bdzm uns selbstverständlich auch in Zukunft aktiv dafür einsetzen, dass die Interessen der Studierenden an den einzelnen Universitätsstandorten gewahrt werden – auch hinsichtlich der Ausgestaltung der neuen ZApprO.“

Neue Approbationsordnung – was ist das eigentlich?! aus DFZ 10/ 20

DFZ1020_Approbationsordnung.pdf (550,1 KiB)

Artikel zur Approbationsordnung aus DFZ 1/20

DFZ-Artikel Approbationsordnung (565,6 KiB)

HV-Beschluss 2019: Übergangsregelungen neue Approbationsordnung Zahnmedizin

Die Hauptversammlung fordert im Namen des Studierendenparlaments die Länder und die zahnmedizinischen Fakultäten auf, die in der Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung in der im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Fassung vom 08. Juli 2019 aufgeführten §§ 133 und 134 (§ 134 Anwendung bisherigen Rechts und § 134 Abweichende Regelungen für die Prüfungen) so umzusetzen, dass keine unverschuldeten zusätzlichen Studienverlängerungen für Studierende der Zahnheilkunde entstehen.

Begründung:

Unverschuldete zusätzliche Studienverlängerungen stellen eine Benachteiligung dar und schaffen ungleiche Studienbedingungen. Für BAföG-beziehende Studierende bestünde die Gefahr eines derartigen finanziellen Engpasses, der eine Fortführung des Studiums gefährden könnte.

Halbe Novelle nach 64 Jahren Stillstand: Bundesrat verabschiedet zahnärztliche Approbationsordnung

„Wir hätten uns eine zahnärztliche Approbationsordnung aus einem Guss gewünscht,“ kommentierte der Bundesvorsitzende des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte, Harald Schrader, die Neuregelung. Nach 64 Jahren Stillstand und ohne jegliche Neuerung wäre es an der Zeit gewesen, die Innovationskraft, die in der Zahnmedizin steckt, auch in der Approbationsordnung für Zahnärzte sichtbar zu machen. Was nun geschieht, ist eher Stückwerk. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich der ‚Masterplan 2020 Medizin‘ nicht auch um Jahre verzögert.“

Zufrieden zeigte sich der FVDZ-Bundesvorsitzende damit, dass die zahntechnische und prothetische Ausbildung im Zahnmedizinstudium erhalten bleibt. „Dafür ist der FVDZ in den vergangenen zwei Jahren massiv eingetreten, denn ein Zahnarzt muss in der Lage sein, zahntechnische Werkstücke beurteilen, herstellen und bearbeiten zu können.“ Dass mit dem zusätzlichen Antrag aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen, den Bund an der Finanzierung und den Folgekosten zu beteiligen, zumindest der Ball im Spiel gehalten wird, sieht der FVDZ ebenfalls positiv. „Eine bessere Betreuungsrelation und die Beibehaltung der Studienplatzkapazitäten werden nicht zum Nulltarif zu haben sein“, betonte Schrader. „Wenn die Finanzierung nicht gesichert ist, wird sich auch mit einer Neuregelung der Approbationsordnung nichts ändern.“

(FVDZ-Pressemeldung vom 7.6.19)

Position des FVDZ zur Neuordnung der Approbationsordnung für Zahnärzte - Kurzform der wichtigsten Punkte

Kurzform_AOZ-Position.pdf (12,5 KiB)