Green Dentistry – eine Marke des FVDZ

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Mit seiner Marke Green Dentistry macht sich der Freie Verband für Nachhaltigkeit in der Zahnarztpraxis stark – politisch und praktisch.

Klimaschutz ist die wohl größte Aufgabe, vor der die Menschheit derzeit steht. Die EU will bis 2050 Klimaneutralität erreichen. Das heißt: Wie dieses Ziel umgesetzt wird, wird auch in Brüssel bestimmt, und es wirkt sich bis in die Zahnarztpraxen aus.

Politisch aktiv – im Einsatz für Ihre Interessen in Brüssel und Berlin

Als Deutschlands größte Interessenvertretung der freien Zahnärzteschaft arbeiten wir daran, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte an den entscheidenden Stellen in den Parlamenten gehört und ihre Belange berücksichtigt werden. Denn Nachhaltigkeit stärkt auch die freien Zahnarztpraxen – wenn sie sinnvoll umgesetzt wird. Dafür stehen wir in stetem Austausch mit Abgeordneten des EU-Parlamentes und des Deutschen Bundestages.

In der Arbeitsgruppe Green Dentistry des FVDZ arbeiten wir generationenübergreifend und gemeinsam mit dem Studierendenparlament an Ideen und Strategien für Nachhaltigkeit in den Zahnarztpraxen. Wir fordern: weniger Bürokratie, um mehr Umwelt- und Klimaschutz in den Praxen umsetzen zu können. Hygiene und Nachhaltigkeit sind keine Widersprüche.

Offen für Innovation – praktische Lösungen für Nachhaltigkeit in der Zahnarztpraxis

Für Umwelt- und Klimaschutz kann auch jede einzelne Praxis eine Menge tun. Der Freie Verband unterstützt unter seiner Marke Green Dentistry alle Zahnärztinnen und Zahnärzte in ihrem persönlichen Engagement für Nachhaltigkeit – mit Fortbildungen, Informationen und praktischen Tipps aus Forschung und Praxis.

Ab Herbst 2021 bietet der FVDZ ein Seminar zum Thema „Green Dentistry in der Zahnarztpraxis“ an. Über Inhalte und Termine halten wir Sie auf dieser Webseite, im DFZ und in den Sozialen Medien auf dem Laufenden.

Alles wächst. Nur Ihr ökologischer Fußabdruck wird kleiner.

 

Erste Tipps für mehr Nachhaltigkeit in Ihrer Praxis:

 

  1. Weg mit dem Müll!

 

Um ungeheure 600 Prozent hat sich das Müllaufkommen in seiner Zahnarztpraxis innerhalb von 25 Jahren vermehrt, hat FVDZ-Umweltexperte Dr. Thomas-Rainer Schlachta einmal ausgerechnet. Und zwar nicht, weil er so nachlässig war, sondern weil Auflagen und Lieferungen umgestellt wurden. Wo man ansetzen kann: sich einen Sterilisationscontainer zulegen. Das kostet zwar, lohnt sich aber auf Dauer. Statt die Instrumente einzuschweißen, werden sie für die Aufbereitung gebündelt und in wiederverwendbaren Containern gelagert.

 

  1. Instrumente, die halten

 

Einwegturbinen oder Einmalscheren aus billigem Edelstahl scheinen natürlich praktisch, aber qualitativ sind sie häufig nicht ganz top – und sie sorgen für viel vermeidbaren Müll. Noch dazu werden hier wertvolle Ressourcen verschwendet. Auch hier gilt: Aufbereiten lohnt sich.

 

  1. Klimaneutral dank Ökostrom und CO2-Zertifikaten

 

Nicht jeder kann sich eine Solaranlage aufs Dach bauen und seinen eigenen Ökostrom produzieren (was die ersten Praxen aber auch schon tun). Sehr einfach aber: beim Stromanbieter auf den Mix achten und gegebenenfalls wechseln. Auch sinnvoll: durch den Kauf von CO2-Zertifikaten den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Vorbildlich zum Beispiel die Starnberger Zahnarztpraxis WE Care, die nach eigenen Angaben durch den Erwerb von 140 CO2-Zertifikaten aus dem Projekt „VCS Wald Uruguay“ die Emissionen für 2021 und 2022 vollständig ausgeglichen hat:

https://www.we-care-zahnaerzte.de/praxis/klimaneutralitaet/

https://www.fokus-zukunft.com/

 

  1. Papierarme Praxis

 

Wenn Akten verschwinden, kann das auch gute Seiten haben: weniger Verbrauch an Papier, dessen Produktion viel Energie und Bäume vernichtet. Die Umstellung auf die digitale Praxis ist also nicht nur praktisch, weil schön übersichtlich, sondern auch umweltschonend – wobei natürlich all die spannenden digitalen Anwendungen wiederum Strom verbrauchen. Wer im Strommix jedoch auf Erneuerbare Energien setzt, hilft am Ende trotzdem der Umwelt. Auch gut: digitales Röntgen. Kommt ohne Chemie aus, und wenn die Daten digital übermittelt werden, entfällt der Weg zum Dentallabor.

 

  1. Stromfresser ausschalten

 

Einfach mal durchchecken: Sind Ihre Geräte tatsächlich auf Ihren Bedarf angepasst? Kompressoren und Absauganlagen zum Beispiel? Wie hoch ist der Energiebedarf Ihres Kühlschranks und der Waschmaschine? Haben Sie LED-Lampen in der Praxis? Steht der Drucker nachts auf Stand-by? Haben Sie in den Waschräumen Bewegungsmelder? Brennt in anderen Räumen Licht, obwohl dort niemand ist?

 

  1. Alternativen zum Plastikbecher

Die Studierenden machen es vor: In ihren praktischen Übungen bitten sie ihre Patientinnen und Patienten, die eigenen Mundspülbecher mitzubringen. Auch manche Praxis hält das schon so. Andere bieten Trinkgläser oder Edelstahlbecher an. Die allerdings müssen im Thermodesinfektor gespült werden.