Prämienmodell Zahnmedizin des Freien Verbandes

Der FVDZ setzt sich für ein zukunftsfähiges und demografiefestes Gesundheitswesen ein. Angesichts der älter werdenden Bevölkerung und des medizinisch-technischen Fortschritts steigen die Kosten im Gesundheitswesen. Um diese Kosten auch zukünftig finanzieren zu können, ist ein Umdenken in der Politik notwendig – hin zu einer lohnunabhängigen Finanzierung und mehr Eigenverantwortung für jeden einzelnen Bürger.

Der FVDZ favorisiert die Umstellung der Finanzierung in ein privatrechtlich organisiertes Prämiensystem und eine Ablösung des Sachleistungsprinzips durch die Kostenerstattung.

Die Überführung in ein prämienfinanziertes Gesundheitswesen kann in einem ersten Schritt für den Bereich der Zahnmedizin erfolgen, der wie kein anderer Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von privatrechtlichen Regelungen durchzogen ist.

Seine Überlegungen zum Prämienmodell hat der FVDZ in der folgenden Übersicht zusammengefasst.

Nachhaltigkeit für alle Generationen

Das Kieler Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) hat 2010 im Auftrag des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) geprüft, ob und unter welchen Bedingungen die Einführung einer kleinen Gesundheitsprämie Zahnmedizin finanzierbar ist. Die Studie, die unter der Leitung des Gesundheitsökonomen Dr. Thomas Drabinski entstanden ist, zeigt, dass in einem ersten Schritt der zahnmedizinische Leistungsbereich der GKV vom prozentualen Beitrag abgekoppelt und durch eine tragbare Prämie finanziert werden kann.

Der gewählte Studien-Ansatz hat den Vorteil, dass sich die Finanzierung der GKV vom konjunkturabhängigen Arbeitseinkommen und der Subventionierung durch Steuergelder löst. Drabinski über das Modell: „Hier wird ein zukunftsfähiges Finanzierungsmodell mit einem bewährten Versorgungskonzept gekoppelt. Insgesamt bedeutet das mehr Nachhaltigkeit für alle Generationen, ohne Leistungsausschluss“.

Die Studie ist über das Institut für Mikrodaten-Analyse erhältlich: Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA), Am Kiel-Kanal 2, 24106 Kiel, Telefon (0431) 385 7820, Telefax (0431) 385 9135, Internet www.ifmda.de, Email: institut@ifmda.de

 

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte hat den Gesetzgeber in ihren Beschlüssen aufgefordert, den GKV-Leistungsbereich Zahnmedizin von der Umlage- in die Prämienfinanzierung zu überführen.

Die Beschlüsse finden Sie hier.