20 - Keine Macht dem Genderstern

Wortlaut des Antrages:

 

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes deutscher Zahnärzte lehnt den Missbrauch der deutschen Sprache für ideologische Zwecke ab.

Mit Befremden und Ablehnung nimmt der FVDZ wahr, dass vereinzelte Publikationen der zahnärztlichen Fachpresse (hier besonders das Zahnärzteblatt Baden-Württemberg), die durch die Zwangsbeiträge aller Zahnärzte finanziert werden, nicht den Regeln der deutschen Orthographie folgen. Der berüchtigte Genderstern "*" ist ein umstrittenes Konstrukt aus rot-grün-feministischen Kreisen und weder mit der deutschen Rechtschreibung noch mit der Grammatik vereinbar.

Die HV des FVDZ verpflichtet den Bundesverband in seinem Schriftverkehr und all seinen Publikationen auf eine Orthographie, welche den Regeln der Gesellschaft für deutsche Sprache folgt.

Alle Mandatsträger des FVDZ in Kammern, KZVen und weiteren Gremien werden aufgefordert, in ihrem Einflussbereich auf die Einhaltung der geltenden Regeln der deutschen Sprache zu achten und Fehlentwicklungen entgegenzutreten.

 

Begründung:

 

Der Bezirksverband verweist auf die Stellungnahme zum Thema durch die Gesellschaft für deutsche Sprache:

„Das sogenannte "Gendern" von Worten – etwa durch ein "Sternchen" – ist weder mit der deutschen Grammatik noch der Rechtschreibung vereinbar. Außerdem ist es ungeeignet, "genderneutrale" Personenbezeichnungen zu bilden.

Das Nebeneinander mit weiteren Formen führt zudem zu Uneinheitlichkeit. Außerdem ist der "Genderstern" nicht aussprechbar,“.

Eine Prüfung des "Gendersterns" habe gezeigt: "Er eignet sich nicht, um genderneutrale Personenbezeichnungen zu bilden".

"Bei seiner Verwendung entstehen nicht nur grammatisch falsche Formen (z. B. Arzt*in oder Ärzt*in), auch den Regeln der deutschen Rechtschreibung entspricht das Sternchen nicht", so die von Bund und Ländern geförderte Gesellschaft mit Sitz in Wiesbaden.

"Die GfdS rät daher ausdrücklich davon ab, das Gendersternchen und ähnlich problematische Formen zu verwenden."

„Die orthografische und grammatische Richtigkeit und Einheitlichkeit, die (Vor-)Lesbarkeit und die Verständlichkeit eines Textes stehen an erster Stelle und müssen auch in einer diskriminierungsfreien Sprache gewährleistet sein“, betont die Gesellschaft.

Der Bezirksverband verweist desübrigen auf die aktuelle Ausgabe des Duden, welcher auch keine Schreibweise mit "*" kennt.

Hintergrundinfo:

Die Gesellschaft für deutsche Sprache ist ein hauptsächlich von der deutschen Kultusministerkonferenz und dem Kulturstaatsminister finanzierter Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die deutsche Sprache zu pflegen und zu erforschen sowie die Funktion der deutschen Sprache im globalen Zusammenhang erkennbar zu machen. Die GfdS begleitet dabei den jeweils aktuellen Sprachwandel kritisch und gibt Empfehlungen für den Sprachgebrauch.

Die GfdS stellt einen eigenen Redaktionsstab beim Deutschen Bundestag zu dessen Beratung bei allen Sprachfragen, um Texte aller Art auf sprachliche Richtigkeit und Verständlichkeit zu überprüfen, ebenso wie Anfragen zum geschlechtergerechten Formulieren und zu Stil, Grammatik und Rechtschreibung.

 

Zurück