Der Freie Verband engagiert sich - in Europa und international

Auf EU-Ebene werden ein Großteil der Verordnungen und Richtlinien für das Gesundheitswesen erlassen. Danach müssen diese in nationales Recht umgewandelt werden.

Mit Dr. Ernst-Jürgen Otterbach und PD Dr. Thomas Wolf stellt der FVDZ zwei Beauftragte für die internationale Arbeit. Sie arbeiten für den Verband aktiv im Ausschuss für internationale Arbeit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und auf europäischer Ebene in der European Regional Organisation of the Fédération Dentaire International (ERO), der Regionalorganisation des Weltzahnärzteverbands FDI, mit.

Hier berichten wir über die Aktivitäten des Freien Verbandes auf dem internationalen Parkett.

HV-Beschluss 2018 zur ERO/ FDI Resolution

In zunehmenden Maße ist nicht nur in Deutschland, sondern gleichermaßen in Europa und sogar weltweit ein Trend zu einer Merkantilisierung der zahnärztlichen Berufsausübung zu verzeichnen. Eine hohe Zahl von Kapitalgebern, Investoren und Private equity-Unternehmen investieren in Zahnarztpraxen, um dann arztgruppengleiche zahnärztliche medizinische Versorgungszentren (MVZ) zu gründen. Diese dienen dem vorrangigen Ziel, profitorientiert die Interessen ihrer Kapitalgeber zu bedienen. Diese Einrichtungen sind sogar oftmals unter nichtzahnärztlicher Leitung.

 In einer ERO-FDI Resolution hat die Delegiertenversammlung der ERO-FDI auf ihrer im September 2018 stattgefundenen Vollversammlung hierzu ihre Position formuliert.

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte unterstützt uneingeschränkt die ERO-FDI Resolution vom 06.08.2018 in Buenos Aires mit dem Titel „Third party financed dental ambulatory health care centers conducted by non dentists”.

Studie zur zahnärztlichen Freiberuflichkeit

Die Studie der Arbeitsgruppe “Liberal Dental Practice” (LDP) der beiden Initiatoren Chairman und FVDZ-Europabeauftragter Dr. Ernst-Jürgen Otterbach und FVDZ-Bundesvorstand PD Dr. Thomas Wolf (Uni Bern) untersucht das Thema: Ist die freiberufliche unabhängige Zahnarztpraxis in Gefahr? Formen zahnärztlicher Berufsausübung in der Europäischen Regional Organisation (ERO) der FDI World Dental Federation.

Zur Studie (deutsche Übersetzung im Volltext verfügbar).

EU-Dienstleistungspaket: Eingriff in nationale Gesetzgebung in der Kritik

12. Europatag der Bundeszahnärztekammer in Brüssel (8,6 MiB)

Stellungnahme: FVDZ zum Dienstleistungspaket der EU-Kommission

Die Europäische Kommission hat am 10. Januar 2017 das sogenannte Dienstleistungspaket, bestehend aus den Vorschlägen für ein Notifizierungsverfahren, für eine Verhältnismäßigkeitsprüfung, sowie für eine elektronische Dienstleistungskarte vorgelegt. Die Kommission zielt mit dem Paket darauf ab, die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen zu erleichtern und die Mobilität im Europäischen Binnenmarkt zu fördern. Diese Ziele begrüßt der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) grundsätzlich. Ende Mai 2017 einigte sich der Wettbewerbsfähigkeitsrat auf eine allgemeine Ausrichtung zu den Vorschlägen für ein Notifizierungsverfahren sowie für eine Verhältnismäßigkeitsprüfung. Aus Sicht des FVDZ wurden beide Entwürfe im Vergleich zum ursprünglichen Vorschlag der Kommission erheblich geändert. Daraufhin reagierte der FVDZ in einer Stellungnahme und leitete diese an die zuständigen Berichterstatter des EU-Parlaments weiter. Hier finden Sie die Stellungnahme des Freien Verbandes zum Dienstleistungspaket der EU-Kommission:

Zur Stellungnahme.

FDI-Kongress und ERO-Tagung in Poznan

FDI_Posen_DFZ_10_2016.pdf (482,7 KiB)

Vollversammlung der ERO: Ethische Grundprinzipien freier Berufsausübung verteidigen

ERO-Artikel aus DFZ 7-8-2016 (140,3 KiB)