HV - 2017: 29 - Alternative Kooperationsformen

Wortlaut des Antrages:

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte fordert den Bundesvorstand auf, alternative praxisübergreifende Kooperationsmodelle als Gegenmodell zu Kettenpraxen und Medizinischen Versorgungszentren zu erarbeiten.

 

Begründung:

Kapitalanleger haben die ambulante (zahn-)ärztliche Versorgung als lohnendes Investitionsobjekt entdeckt. Die Politik hat zugleich den Weg in die Vergewerblichung der (zahn-)ärztlichen Versorgung geebnet – durch die einseitige Bevorzugung von MVZ und die faktische Aushebelung des Fremdbesitzverbotes.

Die freiberuflich selbstständige Praxis wird somit zum einen durch unfaire Konkurrenz von MVZ, zum anderen durch ausufernde Auflagen und bürokratische Anforderungen existenziell bedroht. Eine mögliche Antwort wäre ein „dritter Weg“ in Form genossenschaftlich organisierter Praxiskooperationen, die den Beteiligten ein Höchstmaß an selbstbestimmter Berufsausübung ermöglichen und zugleich wirtschaftliche und organisatorische Vorteile größerer Einheiten nutzen können.