HV - 2015: 17 - Bürokratieabbau jetzt

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte unterstützt die Bundeszahnärztekammer und die KZBV bei ihren Bemühungen, zahnärztliche Praxen von bürokratischen Belastungen zu befreien.

Sie fordert alle zuständigen Politiker dazu auf, die vom Normenkontrollrat des Bundes gemachten Vorschläge zur Reduzierung bürokratischen Aufwandes umgehend umzusetzen.

Bei den erforderlichen Änderungen von Gesetzen und Vorschriften für den Bereich der Zahnmedizin sind alle zahnärztlichen Vereinigungen zur Mitarbeit bereit.

 

Begründung:

Der im August 2015 vorgelegte Bericht „Mehr Zeit für Behandlung – Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arzt- und Zahnarztpraxen“ ist ein unüberhörbares Alarmsignal für Politik und Praxen.

Mehr als 4,3 Mrd. Euro müssen jährlich für Statistik, Verwaltung, Dokumentation und Datensammlung von den freiberuflichen Praxen aufgewendet werden.

Davon werden allein 2,2 Mrd. Euro durch bürokratische Zwänge der Gemeinsamen Selbstverwaltung im vertragsärztlichen Bereich verursacht.

Nahezu die komplette Arbeitsleistung einer Vollzeitkraft (200 Arbeitstage) ist für die Erfüllung bürokratischer Auflagen gebunden.

Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.