HV - 2015: 14 - Betriebswirtschaftliche GOZ

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte fordert das Recht der Zahnärzteschaft auf eine betriebswirtschaftlich und fachlich korrekte Gebührenordnung ein. Nur so ist die Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung und damit auch der Erhalt einer hochwertigen zahnmedizinischen Versorgung langfristig sicherzustellen. Nahezu 30 Jahre Punktwertstillstand widersprechen den Bestimmungen des § 15 ZHKG.

 

Begründung:

Das Ergebnis der so genannten „Evaluierung“ der GOZ 2012 kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die GOZ 2012 weder in fachlicher noch in wirtschaftlicher Hinsicht akzeptabel ist und bleibt. Es ist völlig unangemessen, die Weiterentwicklung einer Gebührenordnung für medizinische Leistungen von der Entwicklung tatsächlicher oder sogar nur geschätzter Ausgabenvolumina abhängig zu machen. Weder der medizinische Bedarf noch medizinische Möglichkeiten richten sich nach den Budgets von Beihilfestellen oder Aktienkursen von Versicherungsunternehmen. Der Patient entscheidet welchen Bedarf er hat, der (Versicherungs-)Kunde entscheidet, was er versichern will – nicht der Staat!