HV - 2015: 00 - Resolution

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) spricht sich für eine flächendeckende, wohnortnahe ambulante zahnärztliche Versorgung durch unabhängige und freiberuflich tätige Zahnärzte aus.

Bei der ambulanten zahnärztlichen Versorgung sind folgende Punkte unabdingbar:

  • Die freiberuflichen Praxen müssen unabhängig und frei in ihrer Praxisführung sein. Sie dürfen keinem verzerrten Wettbewerb mit stationären Einrichtungen oder kommunal getragenen Versorgungszentren ausgesetzt werden.
  • Eine Patientensteuerung lehnt der FVDZ in jeder Form ab. Durch Terminvergabestellen, Selektivverträge und Versorgungszentren dürfen den ambulanten Praxen weder Patienten, noch finanzielle Mittel entzogen werden. Die freie Arztwahl darf nicht ausgehebelt werden.
  • Die freiberuflichen Praxen sind für Ihre Praxisführung selbst verantwortlich  und gewährleisten bereits jetzt einen hohen Standard an Patientenschutz. Maßstäbe, die bei stationären Einrichtungen, Kliniken und großen Versorgungszentren angewendet werden, sind im zahnärztlichen Bereich weder umsetzbar, noch im Interesse des Patientenschutzes sinnvoll.
  • Der freiberuflich tätige Zahnarzt muss wirtschaftlich unabhängig tätig sein. Pauschale Honorarkürzungen, wie sie beispielsweise bei der Fortbildungspflicht oder im E-Health Gesetz formuliert sind, widersprechen einer eigenverantwortlichen, unternehmerischen und freiberuflichen Praxisführung.

Der FVDZ fordert den Gesetzgeber auf, die Gesetze, Richtlinien und Verordnungen entsprechend zu ändern. Er ist zur fachlichen und sachlichen Zusammenarbeit bereit.

Anlage Kernpunkte