HV - 2014: 08 - Bürokratie schafft keine Qualität

Wortlaut des Antrages:

 

Die Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) fordert die Bundesregierung auf, das Ausufern der Bürokratie in den zahnärztlichen Praxen zu stoppen. Insbesondere durch die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten so genannten "Qualitätsoffensive" dürfen den Praxen keine weiteren zeitlichen oder finanziellen Belastungen entstehen.

 

Begründung:

Bereits heute gibt es Regelungen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung in den Zahnarztpraxen im Übermaß. Dazu gehören unter anderem die in der Berufsordnung normierte Pflicht zur fachlichen Fortbildung, die Pflicht zur vertragszahnärztlichen Fortbildung nach dem Sozialgesetzbuch V, die Möglichkeit behördlicher Praxisbegehungen, die Vorschriften des Medizinproduktegesetzes, die Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Instituts, die QM-Richtlinie „Vertragszahnärztliche Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die Neuregelungen des Patientenrechtegesetzes (u.a. Standards für Risikomanagement- und Fehlermeldesysteme und verschärfte Dokumentationspflichten). Diese Verordnungen belasten schon jetzt die Praxen unverhältnismäßig. Weitere administrative Maßnahmen stiften keinen zusätzlichen qualitativen Nutzen, sondern gehen zu Lasten der Patientenversorgung.