FVDZ aktuell vom 20.09.2016

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

 

  • Last minute zum Forum Zukunft: Sicher in die Selbstständigkeit
  • Führungswechsel bei proDente: Van Rijt ist neuer Vorstandsvorsitzender
  • AOK-Fehlzeiten-Report: Gutes Betriebsklima sorgt für geringeren Krankenstand
  • KKH-Kritik: Hälfte der Arztbesuche in Deutschland sind unnötig
  • Datenschutz: Sicherheitsmängel bei Fitness-Trackern
  • Bundesweite Aktionen: Sonntag ist „Tag der Zahngesundheit“
  • Skurrile Werbekampagne: Zahnarzt flattert als Zahnfee über Plakate

 
 

Aus dem Verband:

Last minute zum Forum Zukunft: Sicher in die Selbstständigkeit

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) lädt am 30. September und 1. Oktober zu seinem ersten „Forum Zukunft“ nach Berlin ein. Im neuen Format geht es um die sichere Zukunftsplanung für junge Zahnärztinnen und Zahnärzte. Das Forum Zukunft startet mit einer Führung durch den Bundesrat am Freitagnachmittag (30. September). Am Samstag, 1. Oktober, informieren renommierte Referenten umfassend über die Themenbereiche „Beruf und Familie“, „Angestellt oder Chef“, „Finanziell sicher in die Zukunft“ und „Erfolgreich kommunizieren“.

Die Teilnahmegebühr beträgt für FVDZ-Mitglieder 149 Euro, für Nicht-Mitglieder 199 Euro. Studierende können für 25 Euro (Mitglieder) oder 50 Euro (Nicht-Mitglieder) an der Veranstaltung teilnehmen. Übernachtungskosten sind nicht in den Gebühren enthalten. Das Programm kann auf der FVDZ-Startseite www.fvdz.de eingesehen werden. Dort ist auch ein Formular zur direkten Anmeldung hinterlegt. Weitere Informationen gibt es bei der Bundesgeschäftsstelle (Ansprechpartnerin: Frauke Garstka, fg@fvdz.de, Tel. 0228 8557-32).

sas

 

Führungswechsel bei proDente: Van Rijt ist neuer Vorstandsvorsitzender

Hubertus van Rijt, Mitglied im Bundesvorstand des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), ist vergangene Woche zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Initiative proDente e.V. gewählt worden. Van Rijt folgt im Amt auf den bisherigen Vorstand Joachim Hoffmann und war vom FVDZ als Vorstandsmitglied nominiert worden. „Joachim Hoffmann hat die Initiative in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich geführt“, dankte proDente-Geschäftsführer Dirk Kropp dem scheidenden Vorsitzenden. Das FVDZ-Vorstandsmitglied van Rijt wurde einstimmig zum Vorstand des Vereins gewählt. Der gebürtige Niederländer ist seit fast 20 Jahren in eigener Praxis in Bielefeld niedergelassen. Die Initiative proDente wird seit 1998 unter anderem vom FVDZ finanziert und vermittelt Fachwissen aus den Bereichen Zahnmedizin und Zahntechnik. Vor allem Aufklärungsarbeit von der Prophylaxe bis zur Prothetik steht dabei im Mittelpunkt. proDente bietet dazu ein umfangreiches Serviceangebot für Zahnarztpraxen, um die Kommunikation mit den Patienten zu erleichtern.

Quelle: proDente

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

AOK-Fehlzeiten-Report: Gutes Betriebsklima sorgt für geringeren Krankenstand

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr etwas häufiger krank gemeldet als noch 2014. Im Durchschnitt waren die Beschäftigten 19,5 Tage krankgeschrieben, wie aus dem aktuellen AOK-Fehlzeiten-Report hervorgeht, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) jedes Jahr veröffentlicht. Grundlage für den Report sind die erfassten Fehlzeiten von knapp zwölf Millionen AOK-Versicherten. Am höchsten lag demnach der Krankenstand im Saarland (6,4 Prozent), am niedrigsten in Bayern (4,7 Prozent). Die anderen Bundesländer reihten sich dazwischen ein. Die häufigste Ursache für Krankschreibungen sind laut Report Muskel- und Skeletterkrankungen – mehr als jeder fünfte Beschäftigte fällt deshalb bei der Arbeit aus. Aber auch Atemwegserkrankungen (13 Prozent), Verletzungen (10,8 Prozent) und psychische Erkrankungen (10,5 Prozent) führen zum Ausfall der Beschäftigten. Schwerpunkt des diesjährigen Fehlzeiten-Reports war eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Unternehmenskultur und Gesundheit der Arbeitnehmer. Das wenig überraschende Ergebnis: Wer sich am Arbeitsplatz wohl fühlt, fühlt sich insgesamt gesünder. Jeder Vierte, der seinen Arbeitgeber als schlecht bewertet, so die Studie, ist auch mit seiner Gesundheit unzufrieden und häufiger krank.

Quelle: Ärzteblatt, AOK-Bundesverband

 

KKH-Kritik: Hälfte der Arztbesuche in Deutschland sind unnötig

Harsche Kritik an Gesundheitspolitik und Patientenversorgung ist in der vergangenen Woche von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) laut geworden. KKH-Vorstandschef Ingo Kailuweit sagte der Bild-Zeitung: „Wir haben nicht zu wenig Ärzte, sondern zu viele Arztkontakte.“ Demnach gingen Patienten in Deutschland doppelt so häufig zum Arzt wie eigentlich notwendig. Für fehlende Facharzttermine machte der Krankenkassenchef nicht Vermittlungsprobleme verantwortlich, sondern der eigentliche Grund seien Schwierigkeiten bei der Verteilung der Patienten. Kailuweits Kritik: Patienten würden häufig falsch behandelt und müssten dann weitere Ärzte aufsuchen. Zudem warf er Hausärzten vor, Patienten zu lange zu halten. Bundesgesundheitsminister Gröhe vernachlässige Strukturreformen zur Lösung solcher Probleme, so Kailuweit. Reaktionen auf den Rundumschlag des Kassenchefs ließen nicht lange auf sich warten: Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, monierte umgehend: Die Aussagen des KKH-Vorstands stützten sich nicht auf Fakten. Es sei zwar wichtig und dringend erforderlich, über eine Steuerung der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen zu sprechen. „Purer Populismus á la KKH führt uns hier aber nicht weiter“, so Gassen im Ärzteblatt. Gassen konterte die KKH-Kritik: Einzelne Krankenkassen trieben zudem selbst die Zahl der Arztkontakte hoch, indem sie etwa offensiv bei ihren Versicherten das Einholen von Zweitmeinungen bewerben würden. Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz zeigte sich irritiert über die Äußerungen des KKH-Chefs. „Wenn Kran­kenkassen davon träumen, Arztbesuche zu steuern, dann ist das der Albtraum für die Patienten“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

Quelle: Ärzteblatt, Zänd

 

Datenschutz: Sicherheitsmängel bei Fitness-Trackern

Fitness-Tracker zählen Schritte, überwachen die Herzfrequenz, errechnen den Kalorienverbrauch und erstellen Schlafanalysen. Es sind sehr persönliche Daten, die diese Geräte aufzeichnen. Forscher der Technischen Universität (TU) Darmstadt um Professor Ahmad-Reza Sadeghi haben untersucht, wie sicher von Fitness-Trackern gesammelte Daten sind. Dazu haben sie 17 gängige Modelle mit einem so genannten „Man-in-the-Middle“-Angriff manipuliert. Das heißt, dass der Angreifer zwei Kommunikationspartner täuscht, indem er ihnen jeweils die Identität des anderen vorspiegelt. Das alarmierende Ergebnis: Es gelang den Informatikern in allen Fällen, nicht nur auf die aufgezeichneten Daten zuzugreifen, sie konnten diese auch verändern. Die Forscher wiesen darauf hin, dass die in der Studie gefundenen Mängel relativ einfach mit bereits bekannten Standardtechnologien zu beheben seien. „Die Hersteller müssten sich nur etwas mehr Mühe geben, diese auch in die Produkte zu integrieren“, stellte Studienleiter Sadeghi fest.

Quelle. Ärzte Zeitung  

 

Bundesweite Aktionen: Sonntag ist „Tag der Zahngesundheit“

Am Sonntag (25. September) ist wieder „Tag der Zahngesundheit“. Seit 26 Jahren gibt es diesen Aktionstag für mehr Mundgesundheit. Bundesweit organisieren Mitgliedsorganisationen des Aktionskreises zum Tag der Zahngesundheit und viele andere Organisationen eigene Aktionen in den Ländern oder beteiligen sich daran. Auch einzelne Praxen, Apotheken, Krankenkassen und Dentallabore machen mit. Mehr Infos unter: www.tagderzahngesundheit.de

mf

 

Zu guter Letzt:

 

Skurrile Werbekampagne: Zahnarzt flattert als Zahnfee über Plakate

Mit einer außergewöhnlichen Werbeidee zieht ein Schweizer Zahnarzt aktuell die Aufmerksamkeit auf sich. Im rosafarbenen Tutu, mit Kinderkrönchen und Flügeln wirbt Daniel Winter als Zahnfee verkleidet auf Plakaten für seine Praxis. Auch auf seiner Website gibt er seinen Patienten als Zahnfee Tipps. Und die lustige Idee scheint gut anzukommen. Medien berichten über die Aktion, und in sozialen Netzwerken gibt es positives Feedback für den Zahnarzt. Wer allerdings erwartet, dass Zahnarzt Winter bei der täglichen Arbeit in der Praxis auch im Zahnfee-Dress herumläuft, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.

Quelle: zwp