FVDZ aktuell vom 20.02.2018

 Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • FVDZ eröffnet Jubiläums-Winterkongress
  • Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Patienten: Das Praxishandbuch als Onlineportal
  • Medizinstudium: Länder wollen Staatsvertrag neu fassen
  • Gremien der Selbstverwaltung: Kaum Frauen in führenden Positionen
  • Beschwerderekord beim PKV-Ombudsmann
  • Gesundheitsausgaben auf eine Milliarde Euro pro Tag gestiegen
  • Zu guter Letzt: Zahnärztin ist Kandidatin bei „The Biggest Loser“

 

Aus dem Verband:

FVDZ eröffnet Jubiläums-Winterkongress  

Der Kongresssaal des Silvretta Centers in der Tiroler Skimetropole Ischgl war Sonntag, 18. Februar 2018, nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Kongressleiter und stellvertretende Bundesvorsitzende des FVDZ, Dr. Peter Bührens, den 50. Winterkongress des FVDZ eröffnete. Zum Jubiläum begrüßte Bührens zunächst den Präsidenten der World Dental Federation, FDI, Dr. Gerhard K. Seeberger, der aus Italien angereist war. Unter den zahlreichen weiteren Ehrengästen fanden sich: Dr. Philippe Rusca, Präsident der Europäischen Region der FDI, Dr. Peter Engel, Präsident der Deutschen Bundeszahnärztekammer, Dr. Nico Diederich, Präsident der Zahnärzte Luxemburgs und Dr. Allan Krupka, Präsident der österreichischen Gesellschaft für ärztliche und zahnärztliche Hypnose. Leider musste sich der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader krankheitsbedingt entschuldigen, wurde jedoch von den FVDZ-Vorstandsmitgliedern Dr. Christian Öttl und Dirk Ruffing sowie vom Beauftragten für internationale Arbeit, Dr. Ernst-Jürgen Otterbach, vertreten. In seinen Grußworten würdigte Dr. Seeberger in Anlehnung an das Zitat: „In deinen Grenzen bist du frei“, die jahrzehntelange Arbeit des FVDZ zur Ausweitung genau dieser Grenzen. Dr. Engel warnte vor internationalen Entwicklungen, welche die freie und selbstständige Arbeit der Zahnärzte nunmehr gefährden. Für Priv.-Doz. Dr. Thomas Wolf, FVDZ-Bundesvorstandsmitglied und ebenfalls Kongressleiter, mündete dies in einen Aufruf, sich am 20. Februar 2018 an der standespolitischen Diskussion rege zu beteiligen. Dr. Wolf leitete dann auf den heiterbesinnlichen Höhepunkt des Abends über: Reiner „Calli“ Calmund, schwergewichtiges Urgestein des deutschen Fußballs und bekannter TV-Star, schlug in seinem einstündigen Impulsreferat „Mit Kompetenz und Leidenschaft zum Erfolg“ eine Brücke vom Fußball über die Wirtschaft zur Zahnarztpraxis. Minutenlanger, tosender Applaus bezeugte die motivierende Wirkung seines Vortrages.
md

Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Patienten: Das Praxishandbuch als Onlineportal

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red

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Medizinstudium: Länder wollen Staatsvertrag neu fassen

Die Bundesländer wollen die Zulassung zum Medizinstudium per Staatsvertrag umgestalten. Damit wollen sie auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Studienplatzvergabe im Fach Humanmedizin antworten. Die Kultusminister der Länder sehen „unmittelbaren Handlungsbedarf“. Nun solle in der Kultusministerkonferenz die Änderung oder die Neufassung des Staatsvertrages verfolgt werden. Unter dem Vorsitz von Hamburg tagte die Länder-Arbeitsgruppe „Staatsvertrag Hochschulzulassung“ bislang einmal. Im Rahmen eines Treffens der Amtschefs der Bildungsministerien in Berlin wolle die Arbeitsgruppe einen Bericht mit Empfehlungen sowie Handlungsoptionen vorstellen. Entscheidungen seien jedoch noch nicht geplant. Die Kultusministerkonferenz erklärte bereits nach dem Urteil, dass das Auswahlverfahren der Universitäten um mindestens ein ergänzendes, nicht schulnotenbasiertes Auswahlverfahren der Hochschulen überarbeitet werden müsste. Ungewiss ist allerdings noch, ob der Bund die Regelungen im Hochschulrahmengesetz ändern wird.
Quelle: dpa

Gremien der Selbstverwaltung: Kaum Frauen in führenden Positionen

Frauen sind im Gesundheitswesen stark vertreten, sei es beispielsweise als Medizinerinnen oder als Mitarbeiterinnen von Krankenkassen. In den Organen der sozialen Selbstverwaltung ist das Bild allerdings ein vollkommen anderes: In den Führungsebenen der Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen sowie Ärzte- und Zahnärztekammern sind Frauen kaum vorhanden. Dies ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage im Bundestag der Abgeordneten und Ärztin Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Die Grünen).
Negatives Beispiel sind die Innungskrankenkassen, die über fünf Millionen Menschen versichern: In ihren Vorständen ist keine einzige Frau zu finden. In den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen sind acht von insgesamt 41 Vorstandsposten mit Frauen besetzt, dies entspricht 19,5 Prozent. In den Landesärztekammern ist der Frauenanteil etwas höher, dort liegt der Frauenanteil bei 23,8 Prozent.
Quelle: änd

Beschwerderekord beim PKV-Ombudsmann

Der Ombudsmann der Privaten Krankenversicherung (PKV) hatte im letzten Jahr so viele Beschwerden wie noch nie. Die Schlichtungsstelle musste insgesamt 6708 Beanstandungen bearbeiten, das waren rund zehn Prozent mehr als im Jahr 2016. Der PKV-Ombudsmann Heinz Lanfermann erklärte allerdings, dass dies in Anbetracht von 43 Millionen Verträgen in der Krankenvoll-, Zusatz- und Pflegeversicherung lediglich 0,015 Prozent ausmacht. Als Grund für die steigende Anzahl von Beschwerden nennt Lanfermann das 2016 in Kraft getretene Verbraucherstreitbeilegungsgesetz, seitdem müssen die Versicherer ihre Kunden über die Schlichtungsstelle und die Option einer Beschwerde in Kenntnis setzen. Im Jahr 2017 waren 5723 Beschwerden zugelassen; dies entspricht 85,3 Prozent. Die große Mehrheit der Beanstandungen bezogen sich auf die Krankheitskostenvollversicherung. Als häufigste Themen nannte der Ombudsmann die Diskussion zwischen Kunden und Versicherern über die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung sowie Gebührenstreitigkeiten. In knapp 30 Prozent der abgeschlossenen Fälle konnte ein Konsens herbeigeführt werden.
Quelle: Ärzte Zeitung

Gesundheitsausgaben auf eine Milliarde Euro pro Tag gestiegen

Die Gesundheitsausgaben sind im vergangenen Jahr erstmals auf über eine Milliarde Euro pro Tag gestiegen. Die Ausgaben sind daher im Vergleich zum Jahr 2016 um 4,9 Prozent auf 374,2 Milliarden Euro angestiegen. Die hohe Steigerung hängt mit dem in Kraft getretenen dritten Pflegestärkungsgesetz zusammen, das die finanziellen Leistungen für Pflegebedürftige erhöhte und auch neue Ansprüche für Demenzkranke einführte.
Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Zu guter Letzt:

Zahnärztin ist Kandidatin bei „The Biggest Loser“

Shirin Nikkhah-Shirazi aus Jena wird als erste Zahnärztin an der neuen Staffel der Abspeck-Show „The Biggest Loser“ teilnehmen. Im Vorfeld der Show musste die 34-Jährige sich gegen 1000 Bewerber durchsetzen und die beiden Abnehm-Coaches Ramin Abtin und Mareike Spaleck von ihrem Durchhaltewillen überzeugen. Gerade Letzteres wird sie brauchen: Ihr Ausgangsgewicht liegt bei 94,6 Kilo, am Ende soll die Waage 40 Kilo weniger anzeigen. Die Chancen dürften nicht schlecht stehen: Wer sich durch ein Zahnmedizinstudium beißt, dürfte eine Ahnung haben vom Zähne zusammenbeißen.
mar