FVDZ aktuell vom 17.04.2018

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme
  • Neues Geschäftsmodell: apoBank will Franchise-Praxen betreiben
  • Bundeskabinett benennt Patienten-, Drogen- und Opferbeauftragte
  • Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern versinkt im Chaos II: Außerordentliche Kammerversammlung am 4.4.2018 endete mit einem Eklat
  • Vorstandswahl beim FVDZ Bayern: Dr. Reiner Zajitschek übernimmt Führung
  • Grippeschutzimpfung erfolgt ab nächster Saison mit Vierfach-Impfstoff
  • Zu guter Letzt: Nürnberger Zahnärztin will als Rapperin Erfolg haben

 

Aus dem Verband:

Praxispool: Das Online-Suchportal für Praxisabgabe und Praxisübernahme

Der FVDZ bietet mit dem Praxispool ein Online-Suchportal für Zahnärzte, die sich in einer eigenen Praxis niederlassen wollen, oder für Zahnärzte, die ihre Praxis aufgeben möchten. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens werden (unter strengen Datenschutzbestimmungen) Angaben zur Region oder Praxisausstattung gespeichert. Sobald Übereinstimmungen beider Nutzer vorhanden sind, wird dies den beiden bekannt gegeben und der Kontakt kann per E-Mail hergestellt werden. Als Mitglied im Freien Verband können Sie sowohl den Praxispool als auch viele andere Vorteile einer Mitgliedschaft genießen. Nichtmitglieder, die Ihre Praxis abgeben möchten, nutzen den Praxispool kostenfrei. Praxisübernehmer, die noch nicht Mitglied im Freien Verband sind, können Gesuche kostenfrei einstellen, passende Praxisangebote jedoch erst einsehen, wenn Sie dem FVDZ beitreten.
Weitere Informationen zum Praxispool finden Sie auf der Homepage: https://www.fvdz.de/praxispool
red

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Neues Geschäftsmodell: apoBank will Franchise-Praxen betreiben

Die Apotheker- und Ärztebank (apoBank) will ihre Prozesse überarbeiten, effizienter werden und ihre Produktwelt überdenken. Dies sagte der apoBank-Vorstandsvorsitzende Ulrich Sommer in einem Interview mit der Börsenzeitung. Dafür ist die genossenschaftlich organisierte Bank offenbar bereit, ganz neue Wege einzuschlagen, auch um dem schrumpfenden Finanzierungsmarkt entgegen zu wirken: Als Erweiterung des Geschäftsmodells kann sich Sommer „gut vorstellen, dass wir Franchise-Praxen anbieten, die Infrastruktur hinstellen, das Kapital geben und dem zunächst im Anstellungsverhältnis tätigen Arzt so die Sorge vor hohen Investitionen nehmen“, heißt es in dem Interview. Ziel bleibe es allerdings, dass sich der Arzt, nachdem er sich angeschaut habe, wie die Praxis laufe, dann niederlasse. Zudem wolle die apoBank laut Sommer ihren Kunden einen Mehrwert bieten – „auch jenseits des originären Bankgeschäfts“. Gerade was die technische und betriebswirtschaftliche Beratung angehe, sollte ein Arzt diese Leistungen von seiner Standesbank erwarten dürfen. Dem apoBank-Chef zufolge könne sich das Geldinstitut in dieser Hinsicht noch viel breiter aufstellen, auch eine Kooperation mit Softwarehäusern sei denkbar. Der Strukturwandel im Gesundheitssektor, aber auch demografische, technische und regulatorische Entwicklungen verlangten laut Sommer den Anbietern massive Anpassungsprozesse ab. Die Bank stehe in einer Wettbewerbssituation zu Investoren, die beispielsweise ambulante Zentren aufkauften und betrieben. „Wir werden uns auch deshalb umstellen müssen, weil die Zentren andere Bedürfnisse haben als ein niedergelassener Arzt“, sagte der apoBank-Chef.
Quelle: Börsenzeitung, sas

Bundeskabinett benennt Patienten-, Drogen- und Opferbeauftragte

Das Bundeskabinett hat im Rahmen der Klausurtagung auf Schloss Meseberg drei bisher noch fehlende Personalien abgesegnet. Ralf Brauksiepe (CDU) wird neuer Patientenbeauftragter der Bundesregierung. Die CSU-Abgeordnete Marlene Mortler behält ihr Amt als Beauftragte der Bundesregierung für Drogen- und Suchtpolitik.
Der frühere Vorsitzende des Gesundheitsausschusses Edgar Franke (SPD) ist der neue Opferbeauftragte.
Quelle: Ärzteblatt

Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern versinkt im Chaos II: Außerordentliche Kammerversammlung am 4.4.2018 endete mit einem Eklat

Seit 2010 rumort es in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zahnärztekammer verliert fünf Prozesse, davon drei vor dem Oberverwaltungsgericht. Es gibt zwei ungültige Wahlen zur Kammerversammlung in Folge. Dann wird Prof. Dr. Dietmar Oesterreich im Juli 2017 überraschend mit einer Stimme Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Daraufhin gibt es eine große Koalition mit der in dieser Abstimmung knapp unterlegenden Wählervereinigung „Zahnärzte für Zahnärzte“. In der vorausgegangenen Wahl zur Kammerversammlung hatte diese Vereinigung eine klare Mehrheit erreicht.                     
Am 4.4.2018 fand (wie berichtet) eine außerordentliche Kammerversammlung statt. Ziel dieser Versammlung war die Einrichtung einer Untersuchungskommission, die diverse Fragestellungen untersuchen sollte. Es stehen Vorwürfe der Vorteilsnahme im Amt, der Untreue und von nicht legitimierten Vertragsabschlüssen im Raum. Selbstverständlich gilt auch hier zunächst die Unschuldsvermutung.
Diese Einrichtung ist allerdings in der Folgezeit gescheitert. Es fehlte bei einigen Verantwortlichen die Bereitschaft, die Vergangenheit aufzuklären und aufzuarbeiten, um Fehler in der Zukunft zu vermeiden. Der bereits im Juli 2017 neugewählte Kammervorstand ist daraufhin nach einem dreiviertel Jahr regelrecht auseinandergeflogen. Schon auf der Kammerversammlung am 2.12.2017 wurde das fehlende Vertrauen innerhalb des Vorstandes deutlich. Die drei jungen Kolleginnen und Kollegen mussten erfahren, dass die alten Vorstandsmitglieder ihnen nicht auf Augenhöhe begegnen wollten.
Der Vizepräsident Dr.Jens Palluch und zwei weitere Vorstandsmitglieder, Dr. Anja Salbach und Dr. Anke Schreiber, die als junge Kollegen für den Generationswechsel stehen sollten, sahen letztlich nach diesem Ergebnis keine Möglichkeit der weiteren Zusammenarbeit im Vorstand und sind zurückgetreten. Ein „weiter so“ ist aber nicht möglich, und die Verweigerung einer lückenlosen Aufklärung der Vorwürfe in Verantwortung der Kammerversammlung wäre skandalös.
Präsident Oesterreich will nach eigenem Bekunden mit dem Rumpfvorstand so weitermachen wie bisher. Seine Worte auf der Kammerversammlung am 4.4.2018: „Es wird nicht einfacher werden“. Offensichtlich will niemand derzeit für dieses erneute Desaster die Verantwortung übernehmen.
Quelle: PM des Landesvorsitzenden des FVDZ

Vorstandswahl beim FVDZ Bayern: Dr. Reiner Zajitschek übernimmt Führung

Die Landesversammlung 2018 hat am Samstag, 14. April 2018, mit Dr. Reiner Zajitschek aus Döhlau, Dr. Thomas Sommerer aus Marktredwitz und Dr. Jens Kober aus München eine neue Führungsspitze gewählt. Die über 50 Delegierten zeigten mit ihrem Votum, dass der neue Vorstand den absoluten Rückhalt der Landesversammlung besitzt. Zajitschek wurde einstimmig und ohne Gegenkandidaten zum Nachfolger von Christian Berger gewählt. Dieser war nach sechs erfolgreichen Jahren als Landesvorsitzender nicht mehr angetreten.
Quelle: PM des FVDZ Bayern

Grippeschutzimpfung erfolgt ab nächster Saison mit Vierfach-Impfstoff

In der Impfsaison 2018/2019 wird die Grippeschutzimpfung mit einem Vierfach-Impfstoff durchgeführt. Dafür ebnete der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Weg, indem er die Antigen-Kombination zur Pflichtleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) machte. Im Januar empfahl die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) vom bis jetzt üblichen Dreifach- auf den neuen Vierfachimpfstoff umzusteigen. Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.
Quelle: G-BA

 

Zu guter Letzt:

Nürnberger Zahnärztin will als Rapperin Erfolg haben

Die 28-jährige Zahnärztin Anne Enssle möchte als Rapperin durchstarten. Unter dem Künstlernamen „Ansen“ will sie die Charts stürmen. In dem Song „Carpe Diem“ reimt sie über ihren persönlichen Aufstieg, er wurde bislang über 60.000 Mal im Internet angeklickt. Momentan ist Enssle noch in der Nürnberger Zahnarztpraxis ihres Mannes angestellt, allerdings kann sie sich gut vorstellen, den Bohrer aus der Hand zu geben und sich voll der Musik zu widmen, falls ihre Songs erfolgreich werden. Denn Musik war schon immer die Leidenschaft der Zahnärztin.
Quelle: In Franken