FVDZ aktuell vom 25.04.2017

 Unsere Themen in dieser Ausgabe:

 

  • Online- Abgleich: Gematik lässt Tests im Südosten platzen
  • Studie: Gratis-Gesundheitsapps sind Datenköder
  • Angebote des Verbandes

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

Online-Abgleich: Gematik lässt Tests im Südosten platzen

Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) hat den geplanten Testlauf zum Abgleich der Versichertenstammdaten in Bayern und Sachsen abgesagt. Dies hat die „Ärzte Zeitung“ auf Nachfrage bei der Gematik Mitte des Monats vermeldet.
Demnach lässt die Gematik den Online-Testlauf in der zweiten Region ausfallen, da die seit November vergangenen Jahres andauernden Tests in der Region Nordwest (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) bereits Zwischenergebnisse liefern. „Auf Grundlage des bisherigen Verlaufs in dieser Testregion ist davon auszugehen, dass ausreichend signifikante Ergebnisse zum Abschluss der Erprobung vorliegen werden“, heißt es von Seiten der Gematik. Diese Ergebnisse seien für die Gesellschafter Entscheidungsgrundlage, um über den Start des bundesweiten Online-Produktivbetriebs zu entscheiden.
Hintergrund: Der Zeitplan für den Aufbau der Telematikinfrastruktur geriet in der Vergangenheit immer wieder durcheinander. Laut E-Health-Gesetz soll der bundesweite Rollout zur Telematikinfrastruktur ab 1. Juli beginnen. Bis Mitte 2018 muss das Stammdatenmanagement, also die Online-Prüfung und Aktualisierung von Versichertenstammdaten, in allen Praxen flächende­ckend eingeführt werden. Wenn die Spitzenorganisationen der Leistungserbringer und Kostenträger die gesetzlich festgeschriebenen Fristen nicht einhalten, werden Haushaltsmittel gekürzt. Außerdem drohen Ärzten und Zahnärzten Vergütungsabschläge.
Quelle: Ärzte Zeitung

 

Studie: Gratis-Gesundheitsapps sind Datenköder

Kostenlose Gesundheitsapplikationen, kurz: Apps, weisen große Sicherheitsprobleme auf. Dazu zählen die Verletzung geltender Datenschutzbestimmungen und das Ausspähen von Nutzerdaten. Das sind zentrale Ergebnisse eines Tests von Datenschutz-Spezialisten des Magdeburger AV-Test Instituts unter 60 Gratis-eHealth-Apps für Android-Smartphones. Die Testergebnisse liegen dem Nachrichtenportal „Ärztenachrichtendienst“ (Änd) vor.
Dem AV-Test Institut zufolge fällt ein Großteil der untersuchten Gratis-Programme bereits bei der gesetzlich vorgeschriebenen Information des Nutzers über Datenerfassung und -nutzung durch. Lediglich 19 von 60 untersuchten Apps stellten eine Datenschutzerklärung zur Verfügung, die sich auch auf das tatsächlich verwendete Programm bezog.
Zudem kommen die Datenschutz-Experten zu dem Ergebnis, dass die Apps bei den Berechtigungen häufig auf Nutzer- und Gerätedaten und Fotos zugreifen. Demnach verlangten zwölf Apps direkten Zugriff auf die Kamera, sieben auf das Mikrofon des Telefons und drei wollten auf die kompletten Telefonie-Funktionen zugreifen. Lediglich acht von 60 getesteten Programmen verlangten keine Zugriffsrechte. Weiterhin habe der Test gezeigt, dass der Datenaustausch zwischen Apps und Servern der Anbieter und angeschlossenen Werbenetzwerken erfolge.
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse fordert das AV-Test Institut die Politik dazu auf, bei den Anbietern verstärkt auf die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu drängen. Weiterhin appellieren die Datenschutz-Experten an die Nutzer der Programme, vor der Installation die Zugriffsrechte auf ihrem Telefon genau zu überprüfen.
Quellen: Änd, AV-Test Institut

 

Angebote des Verbandes:

Schnelle Hilfe: Rechtsberatung für FVDZ-Mitglieder

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kp