FVDZ aktuell vom 21.03.2017

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • IDS 2017: Besuch am FVDZ-Stand lohnt sich
  • KZBV-Vertreterversammlung: Eßer bleibt Vorstandsvorsitzender
  • Analyse: Anzahl zahnärztlicher MVZ steigt weiter
  • Neue Studie: Bürgerversicherung kostet rund 300.000 Jobs
  • Praxispool: Abgabe und Übernahme schnell und einfach über das Internet

 

Aus dem Verband:

IDS 2017: Besuch am FVDZ-Stand lohnt sich

Heute startet die weltgrößte Internationale Dental-Schau (IDS) in Köln. Bis Samstag haben Besucher die Möglichkeit, sich über Neuerungen aus der Dentalwelt zu informieren. Auch der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) ist als der größte unabhängige zahnärztliche Berufsverband Deutschlands mittendrin. Dieses Mal mit neuem Stand und neuen Themen.
Am FVDZ-Messestand auf Verteilerebene V1 zwischen den Hallen 10 und 11 können sich die Besucher modern und interaktiv schnell und präzise über die Erfolge und Leistungen des Verbandes informieren. Ob Student, Existenzgründer, erfahrener Zahnarzt oder Praxismitarbeiter – für jeden ist etwas dabei. Erstmals stehen vier Top-Themen im Fokus: Freiberuflichkeit, Kongresse und Seminare, Praxisführung und Praxisgründung sowie Praxisabgabe und Praxissuche. In diesen Bereichen unterstützt der Verband seine Mitglieder besonders und hat ein vielfältiges Service-Paket geschnürt. Dazu gehören spezielle Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen, die Initiative „young dentists“ für Berufseinsteiger, das Praxishandbuch für die tägliche Arbeit in der Zahnarztpraxis sowie ein „Praxispool“ für Zahnärzte, die eine Praxis suchen oder abgeben wollen.
Alle Standbesucher können an einem Gewinnspiel teilnehmen und attraktive Preise mit nach Hause nehmen. Als Hauptpreis wartet eine Wochenkarte für den FVDZ-Winterkongress 2018 im österreichischen Ischgl inklusive Anreise mit der Deutschen Bahn (1. Klasse), Übernachtung in einem 3-Sterne-Hotel und die Teilnahme an den Seminaren.
mf 

 

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:

KZBV-Vertreterversammlung: Eßer bleibt Vorstandsvorsitzender

Die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat am vergangenen Freitag in Berlin ein eindeutiges Votum abgegeben: Mit 55 von insgesamt 57 Stimmen wählten die Delegierten erneut Wolfgang Eßer zum hauptamtlichen Vorsitzenden des KZBV-Vorstandes. Der 62-jährige Zahnarzt aus Mönchengladbach bleibt damit für die nächste Amtsperiode Chef der 53.000 Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte in Deutschland.
Erstmals in den Vorstand gewählt wurden seine Stellvertreter Karl-Georg Pochhammer, frisch gewählter Vorstandsvorsitzender der KZV Berlin, sowie Martin Hendges, stellvertretender KZV-Chef in Nordrhein. Auch für die beiden Stellvertreter votierte das Gremium sehr geschlossen. Gegenkandidaten gab es nicht.
Den 53-jährigen Hendges bezeichnete Eßer als „Hoffnungsträger dieser und weiterer Legislaturperioden“. Mit ihm verbinde er eine Zukunftsperspektive für die zahnärztliche Standespolitik.
Vor der Wahl des Vorstandes bestätigten die Mitglieder Karl-Friedrich Rommel (KZV Thüringen) als Vorsitzenden der Vertreterversammlung. Seine Stellvertreter sind Bernhard Reilmann (KZV Westfalen-Lippe) und Oliver Woitke (KZV Bremen).
mf

 

Analyse: Anzahl zahnärztlicher MVZ steigt

Zwischen Mitte 2015 und Ende 2016 hat sich die Zahl der an der vertragszahnärztlichen Versorgung in Deutschland teilnehmenden medizinischen Versorgungszentren (MVZ) mehr als verzehnfacht. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zur MVZ-Thematik hervor. Demnach waren Ende 2016 deutschlandweit 288 zahnärztliche MVZ zugelassen. Im Vergleich dazu waren es im Juli 2015 lediglich 28 fachübergreifende MVZ. Für Ende dieses Monats prognostiziert die KZBV bereits 314 zugelassene zahnärztliche Zentren in Deutschland. Der sprunghafte Anstieg innerhalb von eineinhalb Jahren lässt sich mit dem Mitte 2015 in Kraft getretenen GKV-Versorgungsstärkungsgesetz erklären. Mit dem Gesetz hat der Gesetzgeber arztgruppengleiche und damit auch rein zahnärztliche MVZ erlaubt. Außerdem dürfen seither auch Kommunen MVZ gründen.
Den größten Anstieg bei der Anzahl der zahnärztlichen MVZ verzeichnen urbane Gebiete. Wie aus den Zahlen der KZBV hervorgeht, gründeten sich bis zum Jahresende 2016 226 MVZ (81 Prozent) in städtischen Zentren. Im Gegensatz dazu waren es lediglich 52 vertragszahnärztliche MVZ (19 Prozent) in ländlichen Gebieten.
Quelle: Abteilung Statistik der KZBV

 

Neue Studie: Bürgerversicherung kostet rund 300.000 Jobs

Käme nach der Bundestagswahl die von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke favorisierte Bürgerversicherung, würden in Deutschland etwa 300.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die meisten Arbeitsplätze davon im medizinischen Bereich. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes WifOR im Auftrag des Verbandes der privaten Krankenversicherung. Den Berechnungen zufolge haben die privaten Versicherer großen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft in Deutschland. Demnach würde die Gesundheitsbranche durch die Angleichung der Honorare und Leistungen von privater Krankenversicherung (PKV) und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) im Zuge der Bürgerversicherung etwa 13,4 Milliarden Euro weniger erwirtschaften. Die Studienautoren errechneten daraus die Zahl von 303.048 Jobs, die durch Wegfall des dualen Versicherungssystems in Gefahr sein könnten. Der PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach bezeichnete diesen Effekt als „sozialen Sprengstoff“. „Hunderttausend Arbeitsplätze in Arztpraxen, bei Physiotherapeuten und Hebammen wären ohne die Finanzen der Privatversicherten akut bedroht“, kommentierte der PKV-Chef die Ergebnisse. Gegenüber der „Ärzte Zeitung“ bewertete der Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung, Florian Lanz, das Studienergebnis eher mit Skepsis. „Ein Versicherungszweig, bei dem die Mehrzahl der Vollversicherten 50 bis 70 Prozent der Leistungen unmittelbar vom Staat und nicht von der PKV erstattet bekommt – Stichwort Beihilfe –, kann so bedeutend für die Stabilität des Gesundheitswesens nicht sein“, sagte Lanz.
Bereits im November hatte eine Studie im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung prognostiziert, dass durch eine gesetzliche Krankenkasse für alle zwischen 22.700 und 51.000 Stellen allein in der PKV wegfallen würden.
Quellen: Aend, Focus Online, Bild

 

Angebot des Freien Verbandes:

Praxispool: Abgabe und Übernahme schnell und einfach über das Internet

Mit dem neuen Praxispool des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) finden Praxisabgeber einen passenden Nachfolger oder Übernehmer die geeignete Praxis. Das weiterentwickelte Online-Suchportal ist benutzerfreundlich und verspricht eine präzise Auswertung und eine schnelle Vermittlung.
Für Verbandsmitglieder ist der Praxispool im Mitgliedsbeitrag enthalten. Daher fallen bei der Nutzung keine weiteren Kosten an. Zudem können auch Nichtmitglieder, die ihre Praxis abgeben möchten, kostenfrei ein Angebot aufgeben. Auch Praxisübernehmer, die noch nicht FVDZ-Mitglied sind, können ein Gesuch im Praxispool aufgeben. Bei passenden Angeboten erscheint die Information, wie viele Angebote für eine angegebene Suche gefunden wurden. Für die Kontaktaufnahme muss der Interessent FVDZ-Mitglied sein. Neue Mitglieder können sowohl den Praxispool als auch viele andere Vorteile einer Mitgliedschaft genießen.
Der Praxispool kann unter www.fvdz.de/praxispool.html genutzt werden. Dort gibt es auch ausführliche Anleitungen für die Nutzung des Praxispools speziell für Abgeber und Übernehmer zum Download. Für weitere Fragen steht Eva Schaefer (praxis-pool@fvdz.de, 0228/855730) in der Bundesgeschäftsstelle zur Verfügung.
cas