FVDZ aktuell vom 18.2.2026

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  • Zahnpasta statt Kamelle: Präventionsbotschaft beim Karnevalszug
  • Einfach vorbeischauen: FVDZ auf der FACHDENTAL in Leipzig 
  • GKV-Beiträge: SPD-Vorschlag stößt auf Abwehr beim Koalitionspartner 
  • Digitalgesetz: Warken stellt neue Strategie vor 
  • KBV: „Realitätsfremd, bei ambulanter Versorgung zu sparen“
  • MEDI: Schlechte Noten für die ePA
  • Praxistipp: Fortbildungen digital verwalten 

 

Aus dem Verband 

Zahnpasta statt Kamelle: Präventionsbotschaft beim Karnevalszug

Mit einem kreativen Motivwagen und einer klaren Botschaft war der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) beim Karnevalszug in Gelsenkirchen dabei. Unter dem Motto „Zähne putzen!“ setzte der Verband ein aufmerksamkeitsstarkes Zeichen für Prävention und Mundgesundheit. Organisiert und begleitet wurde die Teilnahme maßgeblich von Dagwin Lauer aus dem Landesverband Westfalen-Lippe, der den Zahnputz-Wagen bereits zum 11. Mal auf die Straße brachte. Zusammen mit dem Zahnärzteverein Gelsenkirchen und dem Arbeitskreis Zahngesundheit Gelsenkirchen verteilte er – statt Kamelle – 20.000 Zahnbürsten und Zahnpastatuben. Der liebevoll dekorierte Wagen mit zahnmedizinischem Bezug zog die Blicke auf sich und sorgte entlang der Strecke für viele positive Reaktionen. Die Kombination aus karnevalistischer Lebensfreude und einem wichtigen gesundheitlichen Anliegen unterstrich, wie Präventionsbotschaften wirkungsvoll vermittelt und die Bedeutung zahnmedizinischer Vorsorge in den Fokus gerückt werden können. Ein besonderer Dank gilt Dagwin Lauer. Sein Engagement steht exemplarisch für den Einsatz vieler Kolleginnen und Kollegen im Freien Verband Deutscher Zahnärzte, die sich nicht nur berufspolitisch, sondern auch gesellschaftlich einbringen.

Einfach vorbeischauen: FVDZ auf der FACHDENTAL in Leipzig 

In zehn Tagen startet in Leipzig die Messe infotage FACHDENTAL. Vom 27. bis 28. Februar dreht sich im GLOBANA Campus alles um Trends in der Zahnmedizin und die berufliche Zukunft. Mit dabei ist auch der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ). Am Messestand 2B22 in Halle 2 stehen Mitglieder des Landesvorstands Sachsen und des Bundesvorstands für Informationen und Gespräche zur Verfügung. Mit unserem Ticketcode können Sie die Messe und den FVDZ kostenlos besuchen. Der Code lautet: FVDZLEIPZIG2026. Weitere Infos gibt es hier. 

 

Aus der Gesundheits- und Standespolitik 

GKV-Beiträge: SPD-Vorschlag stößt auf Abwehr beim Koalitionspartner 

Der Vorschlag der SPD, künftig auch Sozialbeiträge auf Einkünfte aus Kapitalanlagen und Vermietungen zu erheben, hat wenig Begeisterung beim Koalitionspartner CDU/CSU ausgelöst. Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU Simone Borchardt hält die Idee für das falsche Signal. Es sei falsch, nur die Einnahmenseite zu betrachten. Das Problem der GKV liege vielmehr auf der Ausgabenseite und dem nicht effizienten Einsatz der vorhandenen Ressourcen. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD Christos Pantazis erklärte hingegen im Tagesspiegel Background, wie diese Sonderabgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte als „Gesundheitsabgabe“ zur Beitragssenkung funktionieren könnte: Mit einem niedrigen Beitragssatz von 1,5 Prozent wären (auf Grundlage von 2024) ungefähr 36,7 Milliarden Euro in den Gesundheitsfonds geflossen. Mit den knapp 37 Milliarden prognostizierter Zusatzeinnahmen für die nächsten Jahre könnte dann – nach Greifen der größeren Reformen – der Beitragssatz für alle halbiert werden. Nachdem sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken dem Vorschlag zunächst aufgeschlossen zeigte, ruderte sie am Wochenende zurück: Die Einbeziehung von Kapitaleinkünften in die GKV-Finanzierung unterlaufe die Verlässlichkeit privater Vorsorge.
Quelle: Tagesspiegel Background, Tagesschau, Spiegel

Digitalgesetz: Warken stellt neue Strategie vor 

Geht es nach Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), so wird die elektronische Patientenakte (ePA) das „Herzstück der Digitalisierung“. Vergangene Woche stellte die Ministerin die aktualisierte Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen vor. Die bisher eher stiefmütterlich genutzte ePA soll für die Versicherten leichter zugänglich und attraktiver für die Nutzung werden – sprich die App für alles werden. Für das geplante Primärarztsystem soll die ePA zum zentralen Dreh- und Angelpunkt werden. Künftig sollen dort digitale Ersteinschätzung, Überweisung und Terminvermittlung zusammenlaufen. Ein Schwerpunkt soll zudem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) werden. Die Grundlagen dafür sollen in einem neuen Digitalgesetz gelegt werden, das bereits in Arbeit sei. Ursprünglich hatte Warken zwei Digitalgesetze für das Frühjahr angekündigt.
Quelle: Heise, Tagesspiegel Background, BMG

KBV: „Realitätsfremd, bei ambulanter Versorgung zu sparen“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Vorschläge zur GKV-Konsolidierung aufgezeigt. Wichtig sei zunächst der Blick auf die GKV-Gesamtausgaben, die von 2020 bis 2024 deutlich gestiegen seien. Dabei seien die Ausgaben für die ambulante Versorgung in einem viel geringeren Umfang gestiegen als die Gesamtausgaben. KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen: „Es ist also realitätsfremd, bei der ambulanten Versorgung einsparen zu wollen“, die nur 16 Prozent der GKV-Ausgaben verursache. Laut dem Leipziger Forschungsinstitut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsforschung lagen die Ausgaben für versicherungsfremde Leistungen 2023 bei knapp 60 Milliarden Euro. Der aktuelle Bundeszuschuss liege bei 14,5 Milliarden Euro. Das Einsparpotenzial von 45,3 Milliarden Euro „entspricht nahezu der Summe für die gesamte vertragsärztliche Versorgung“, konstatierte Gassen. Weiteres Einsparpotenzial steckt für den KBV-Chef unter anderem im Bürokratieabbau.  
Quelle: änd, Ärzteblatt, zm, KBV

MEDI: Schlechte Noten für die ePA

Der Ärzteverband MEDI GENO Deutschland hat unter seinen Mitgliedern eine Umfrage zur elektronischen Patientenakte (ePA) durchgeführt. Fast 65 Prozent der 263 Befragten bewerten den Datenschutz als „nicht sicher“ und „gar nicht sicher“. Und fast 72 Prozent sehen die Einhaltung der Schweigepflicht „kritisch“ oder „sehr kritisch“. „Viele unserer Mitglieder lassen sich von ihrer Haftung durch ihre Patientinnen und Patienten entbinden“, sagt Christian Messer, stellvertretender Vorsitzender von MEDI GENO Deutschland und niedergelassener Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Messer weiter: „Wir brauchen eine funktionierende Digitalisierung. Die Tools müssen aber sicher sein.“ Der stellvertretende Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg und niedergelassene Orthopäde Bernhard Schuknecht ergänzt: „36 Prozent geben an, dass sie pro Patient bis zu fünf Minuten in die ePA-Nutzung investieren. Das geht von der Versorgungszeit ab und wird uns in keiner Form vergütet.“  
Quelle: MEDI, änd 

Praxistipp der Woche

Fortbildungen digital verwalten 

Fortbildungsnachweise sind für Ärzte wie Zahnärzte Pflicht. Aber die Zettelwirtschaft mit diversen Papier-Zertifikaten kann ein Ende haben. Mit der kostenlosen Dentucate-App lassen sich alle Dokumente problemlos speichern, abrufen und an die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen versenden. Auch eine Fortbildungssuche ist integriert.
Praxistipp der Woche 

 

Aus der FVDZakademie

Ticket sichern: Praxis-Ökonomie-Kongress vom 14. bis 16. Mai 

Wie die Gesellschaft ist auch das deutsche Gesundheitssystem im Wandel. Die Arbeit in den Zahnarztpraxen verändert sich, und somit sind auch die Prozessabläufe mit Mitarbeitern neu zu bewerten. Digitalisierung ist das Zauberwort – der Praxis-Ökonomiekongress des Freien Verbands gibt einen Überblick über Möglichkeiten, aber auch über die Grenzen und Risiken. Das breite Spektrum der Vorträge reicht vom zunehmenden Einsatz der KI, um Personal in vielen Bereichen des Praxisablaufs zu entlasten, bis hin zu Strategien zur Generierung von Honorarzuwächsen. Ein besonderes Highlight ist beim Dental-Business-Evening der Vortrag von Kollegin und früherer Profi-Triathletin Laura Zimmermann „Ziele erreichen: Der Spagat zwischen Sport, Karriere und persönlichem Glück“. Das ausführliche Kongressprogramm mit Buchungsmöglichkeit finden Sie hier.