Der Landesvorstand

v.l. nach rechts Dr. Stefan Döllmann, Dipl.-Med. Johannes Wolf, Dr. Elisabeth Triebel, Dr. Frank Wuchold, Dr. Peter Bracke
v.l. nach rechts Dr. Stefan Döllmann, Dipl.-Med. Johannes Wolf, Dr. Elisabeth Triebel, Dr. Frank Wuchold, Dr. Peter Bracke

Bericht zur Landesversammlung des FVDZ Thüringen am 2. Mai 2018

Die diesjährige Landesversammlung stand ganz im Zeichen des Generationenwechsels. Der langjährigeLandesvorsitzende Dipl. - Med. Johannes Wolf übergab den Staffelstab an Dr. Frank Wuchold.

An der Landesversammlung nahmenVertreter der Körperschaften von KZVTh (Dr. Karl - Friedrich Rommel, Dr. Klaus - Dieter Panzner) und LZKTh (Dr. Christian Junge, Dr. Ralf Kulick), Vertreter des Bundesvorstandes des FVDZ (Dr. Peter Bührens, Matthias Tamm), der Vorsitzende der MGZMK Dr. Gottfried Wolf, sowie Studenten der Universität Jena und einige Nichtmitglieder teil.

In den zahlreichen Grußwortenwurde besonders die gute Zusammenarbeit der Körperschaften mit dem FVDZ auf Landesebene hervorgehoben. Aktuell stehen Themen wie arztgruppengleiche MVZ´s und alternative Berufsausübungsformen im Zentrum der politischen Diskussionen. Dabei ist der FVDZ um den Erhalt des freiberuflichen Arbeitens in der Einzelpraxis und einer damit verbundenen flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Versorgung der Bevölkerung bemüht. Gleichzeitig wird vom Freien Verband ein Konzept zur alternativen Berufsausübungsform in Form eines Genossenschaftsmodells erarbeitet. Hierdurch kann den jungen Kolleginnen und Kollegen eine Alternative beim Berufseinstieg geboten werden.

Der Bericht des Landesvorsitzenden Dipl. - Med. Johannes Wolf verwies nochmals auf die gute Zusammenarbeit mit den Körperschaften und beleuchtet kritisch die kurze Legislaturperiode im FVDZ von nur zwei Jahren. Langfristige Konzepte kann man nur über Zeiträume von mehr als zwei Jahren durchsetzen. Themen wie die Gespräche mit den Parteien, die Mitgliederentwicklung in Thüringen (in der studentische Arbeit ist der FVDZ Thüringen bundesweit führend) und der Thüringer Zahnarzt als Print-Medium des FVDZ kamen zur Sprache.

In der Diskussion zum Bericht des Landesvorsitzenden bedanken sich Dr. Klaus – Dieter Panzner und Dr. Christian Junge bei Dipl.- Med. Johannes Wolf für die vielen Jahre der vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Der Vorstand wurde durch die Landesversammlung entlastet und es erfolgte die Neuwahl des Vorstandes.

In der Legislaturperiode von 2018 bis 2020 heißt der neue Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen Dr. Frank Wuchold und der stellvertretende Landesvorsitzende ist nun Dipl. - Med. Johannes Wolf.Als Beisitzer wurden Dr. Elisabeth Triebel, Dr. Peter Bracke und Dr. Stefan Döllmann gewählt.

Durch einen intensiven Dialog mit den politischen Parteien im Thüringer Landtag und einer weiterhin engen Zusammenarbeit mit den Thüringer Körperschaften möchte der neugewählte Landesvorstand in den kommenden zwei Jahren am Erhalt und dem Ausbau der flächendeckenden und qualitativ hochwertigen zahnmedizinischen Versorgung der Patienten in Thüringen mitwirken.

Dr. Stefan Döllmann

 

Treffen des Thüringer Freien Verbandes mit Mitgliedern der FDP

Der Landesvorsitzenden des FVDZ Thüringen, Johannes Wolf, sein Stellvertreter, Dr. Frank Wuchold, und die Mitgliedern des FDP-Landesfachausschusses für Gesundheit, Soziales und Familie (LFA4) trafen sich am 21. März 2018 in Erfurt.

Der LFA-Vorsitzende der FDP, Andreas Brückner, stellte zunächst die Mitglieder des Ausschusses vor und informierte anschließend über die außerparlamentarische Arbeit der FDP in Thüringen.

Daraufhin stellte der FVDZ-Landesvorsitzenden den FVDZ als politischen Verband der Zahnärzteschaft, seine Ziele, die Kontakte zur politischen Landes- und Bundesebene und das Drei-Säulen-Modell der Zahnärzte vor.

Im Verlauf des Gespräches entwickelte sich ein intensiver Gedankenaustausch zu den Themen - Freiberuflichkeit, Bürokratieabbau, Entwicklung der MVZ in Thüringen und die zahnärztliche Versorgung im ländlichen Bereich.

Herr Brückner unterstrich während des Gespräches, dass das politische Ziel der bundesweiten Arbeit der FDP der uneingeschränkte Erhalt der Freiberuflichkeit und ein grundlegender Bürokratieabbau sei. Die Freiberuflichkeit ist, nicht nur im medizinischen Bereich, eine der wichtigsten Grundvoraussetzung für den Erhalt eines innovativen, leistungsfähigen Mittelstands in Deutschland. Die permanent zunehmende Bürokratie in allen Bereichen und die damit einhergehende zunehmende staatliche Reglementierung stellt eine der größten Gefahren für die freie Berufsausübung dar.

Eine ausführliche Diskussion ergab sich beim Thema MVZ. Das bestehende Bundesgesetz stattet die MVZ mit weitreichenden Versorgungsvollmachten aus. Damit sollte insbesondere die medizinische Versorgung auf dem Land verbessert werden.

In den vergangenen Jahren entstanden die MVZ überwiegend in den Ballungsräumen und weniger in den ländlichen Gebieten. Entgegen der Gesetzesintention konnte mit den bisherigen Maßnahmen der zunehmenden Unterversorgung auf dem Land nicht entgegengewirkt werden.

Der FVDZ sieht in dem, in den letzten Jahren entwickelten Pilotprojekt – „Genossenschaftsmodell“ eine Lösungsmöglichkeit für dieses Problem. Die Mitglieder des Landesfachausschusses der FDP zeigten großes Interesse an diesem Projekt, vor allem als Möglichkeit, für die Bewältigung ähnlicher Versorgungsproblemen bei anderen freien Berufen.

Ein erstes Ergebnis dieses Gespräches soll die Veröffentlichung eines gemeinsamen Positionspapiers zur freien Berufsausübung sein.

Dr. Frank Wuchold