Aktuelles

28. ZAHNÄRZTETAG der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und 70. JAHRESTAGUNG der M-V Gesellschaft für ZMK an den Universitäten Greifswald und Rostock e.V.

vom 06.-07.September in Warnemünde

Auch in diesem Jahr war unser Landesverband des FVDZ wieder mit einem Stand beim ZÄT in Warnemünde vertreten. Das Wesentliche waren die guten Gespräche, die Nähe, der Kontakt mit den Kollegen aus unserem Land, um bei den täglichen Problemen Tipps aus dem umfangreichen Angebot des FVDZ zu geben, sei es z.B. bei der Abrechnung, zu Fortbildungen oder in organisatorischen Fragen der Praxis. So konnten wir auch wieder neue Mitglieder gewinnen. Wie jedes Jahr steht immer ein Vorstandsmitglied dem Stand zur Seite.

am FVDZ Stand

Am Rande des ZÄT fanden erfreulicherweise konstruktive Gespräche zum Thema „Sorgen um unseren Nachwuchs“ mit dem Klinikdirektor der Zahnklinik Rostock und dem Koordinator Studium und Lehre für den Studiengang Zahnmedizin statt. Wir hoffen auf einem guten Weg zu sein, die Probleme der klinischen Semester gemeinschaftlich zu lösen. Die Resonanz im nächsten Semester wird es zeigen.

Dr. Angelika Bührens

Landesversammlung 2019: Klares Bekenntnis zur Freiberuflichkeit

„Die Landesversammlung des FVDZ in Mecklenburg-Vorpommern bekennt sich ausdrücklich zur Freiberuflichkeit und zu den Prinzipien der freien Berufsausübung.

Für eine vertrauensvolle Patienten-Arzt-Beziehung und von Bevormundung freie Ausübung des zahnärztlichen Berufes ist die Freiberuflichkeit ohne Alternative. Sie ermöglicht ein an ethischen Grundsätzen ausgerichtetes, eigenverantwortliches und nur dem Patientenwohl verpflichtetes Arbeiten.“
Dies ist die Hauptaussage der Landesversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), die am 26.06.2019 in Güstrow tagte.

Nach intensiven Diskussionen fasste die Landesversammlung diverse Beschlüsse zu aktuellen politischen Themen wie der Anpassung und Weiterentwicklung der privaten Gebührenordnung.

Zur Frage der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit im Zusammenhang mit der neu eingeführten Telematik-Infrastruktur beschloss die Versammlung, den Landesdatenschutzbeauftragten um eine Stellungnahme zu ersuchen. Auch hinsichtlich der Einführung der elektronischen Patientenakte positionierte sich der Landesverband mit einem klaren Forderungskatalog zur Datenhoheit und -sicherheit, Patientensouveränität sowie der Vergütung.

Zwei weitere Anträge des Landesvorstandes thematisierten die mit der demografischen Entwicklung verbundenen Probleme der zahnärztlichen Berufsausübung. Um auch weiterhin die flächendeckende Versorgung durch freiberufliche Praxisstrukturen zu ermöglichen, wurde der Bundesvorstand aufgefordert, weiterhin mit Hochdruck Modelle zu entwickeln und zu etablieren, die diesem Ziel gerecht werden. Die Bemühungen der KZV-MV zur Gründung einer Stiftung zur Förderung der zahnärztlichen Versorgung sollen durch den Landesverband des FVDZ unterstützt werden, soweit sie dem Erhalt und der Förderung der freiberuflichen Berufsausübung dienen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden der Landesvorstand und die Delegierten zur Hauptversammlung neu gewählt. Zum neuen Landesvorsitzenden bestimmte die Versammlung ZA Karsten Lüder aus Seebad Bansin. Zu seinen Stellvertretern wurden Dr. Georg Linford und Dr. Sören Scheibner gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Dr. Angelika Bührens, Dr. Jens Palluch, Dr. Michael Katzmann und Dr. Peter Bührens.

Karsten Lüder

Resolution und Anträge der Landesversammlung 2019

Sorge um unseren Nachwuchs aus der Universität Rostock

Seit längerem hören wir von den Klinischen Semestern des Studienganges Zahnmedizin der Universität Rostock, dass es erhebliche Probleme beim Ablauf des Studiums gibt, bis hin zu der Tatsache, das zahnmed. Studenten es in der vorgegebenen Studienzeit nicht schaffen, Patienten in den Bereichen Zahnerhaltung und Prothetik ordnungsgemäß zu versorgen, weil es schlichtweg keine Patienten gibt, oder Patientenvorstellungen in die Länge gezogen werden. Ein für die Studenten frustrierender und entmutigender Zustand. Bisherige Gespräche mit den Leitern der Abteilungen führten zu keinen Änderungen.


Bei dem Antrag Nr. 8 Verbesserung der Patientenakquise und -versorgung durch Studenten an der Universität Rostock (einstimmig angenommen) waren die Berichte der Studenten für uns sehr erschreckend. Derzeit dürfen die Studenten keine Außenwerbung zur Behandlung in den Studentenkursen durchführen. Das Preisniveau bei den Studentenkursen für außervertragliche Leistungen an der Universität ist über dem Preisniveau der niedergelassenen Kollegen gleich nebenan. Es finden keine Notdienstsprechstunden in den Abendstunden und an den Wochenenden an der Universitätszahnklinik statt.


Auf der Landesversammlung entflammte eine eifrige Diskussion um mehrere Lösungsansätze. Ausbildungs-Beispiele anderer Universitäten zeigen, dass es deutlich besser geht, selbst in unserem eigenen Land. Der FVDZ Landesverband M/V unterstützt die Studenten der Universität Rostock in ihren Bemühungen, die Situation öffentlich darzustellen und um Verbesserungen zu kämpfen. Dabei darf es nicht soweit gehen, dass die Studenten aus Angst vor persönlichen Repressalien die Missstände einfach so hinnehmen.


Es sind beide Körperschaften (ZÄK/KZV) unseres Landes aufgerufen, nach Lösungsansätzen zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen an der Universität Rostock Fachbereich Zahnmedizin zu suchen.

Das Jahr 2018 – Ein Rückblick der Aktivitäten vom Landesverband des FVDZ für und mit den Studenten in Mecklenburg-Vorpommern (Uni Rostock & Greifswald)

  • Es ist schon eine gute Tradition, dass der LV des FVDZ M/V mit den Studenten der Unis Rostock und Greifswald immer wieder Treffen und Seminare oder Kurse organisiert, um im regen Austausch Probleme zu erfahren und wenn nötig Unterstützung zu geben.

  • So fand Anfang des Jahres mit 25 Greifswalder Studenten ein gemütliches Treffen gemeinsam mit G. Venticinque vom MediLearnClub statt. Ähnlich gestalteten wir eine Zusammenkunft gemeinsam mit Vertretern der APO-Bank und der DÄF, sowie 25 Studenten der Uni Rostock Anfang April, um über Ablauf und eventuellen Problemen des Studiums zu diskutieren.
  • Zwischenzeitlich lief der Winterkongress des FVDZ in Ischgl, woran auch Studenten aus dem Norden kostenfrei teilnehmen konnten, durch ein Losverfahren ausgewählt.
  • Im April, sowie Ende November organisierten wir Abrechnungskurse mit der ZA Abrechnungsgesellschaft für die Studenten des 9. und 10. Semesters der Uni Greifswald, sowie schon frisch approbierten Zahnärzten. Es ist schon frappierend, wie die Referentin Frau R. Grantz den trockenen Stoff der Abrechnungsbestimmungen so locker an die Studenten vermitteln konnte, so dass immer ein reger und fröhlicher Austausch stattfand.

  • Ende April tagte das 2017 auf der HV in Hannover gegründete Studierendenparlament, das inzwischen 48 Parlamentarier hat, von insgesamt 6300 studentischen Mitgliedern des FVDZ. Hier geht es neben der Problematik an den Unis auch um die Zusammenarbeit mit dem FVDZ, sei es Hilfe bei der Vereinsgründung, Betreuung der BuFaTa, BestPractice Methoden oder Praxisgründung u.v.m.

  • Beim Sommersymposium des FVDZ auf Usedom luden wir je 20 Studenten der Uni Greifswald und Rostock zu einem speziellen Studentenprogramm (Hands on Kurs, Grillabend ) ein.
  • Ende Juni fand unsere jährliche Landesversammlung des FVDZ M/V statt, auf der wir auch Delegierte des Studierendenparlaments begrüßen konnten.
  • Regelmäßige Treffen im Frühjahr und Herbst mit dem FSR der jeweiligen Unis sind schon Tradition, um unsere Hilfe und unsere Erfahrungen bei Problemen der Studenten direkt umzusetzen.

  • Ab Oktober wurden die sogenannten „Erstis“ an den Universitäten in M/V von unserem Landesverband begrüßt und erste Informationen über unsere Arbeit im Land und über Sinn und Zweck des FVDZ gegeben.
  • Die HV 2018 des FVDZ in Lübeck hatte die Zukunft des Freiberuflers in den Zeiten der MVZ-Entstehungen im Fokus. Bei unseren Delegierten des Landes waren auch 2 Parlamentarier des Studierendenparlaments aus dem Norden.
  • Anfang November wurde durch unseren stellv. Landesvorsitzenden und einem ZTM ein Aufwachskurs für die Studenten des 3. Semesters in Greifswald organisiert, der mit Begeisterung angenommen wurde und allen Beteiligten viel Spaß brachte.
  • Der Dezember brachte dann noch für die Rostocker Studenten des 3.-5. Studienjahres einen Notfallkurs der Extraklasse. Die Studenten bescheinigten dem Referenten B. Voges (Notfallsanitäter) höchste Noten, da auch praktische Übungen auf der Tagungsordnung standen. Unser Dank geht an unsere Partner Frau Nikole Weigel von der APO-Bank und Herrn R. Ohnesorg von der DÄF.

Auch für das Jahr 2019 stehen wieder viele interessante Aktivitäten mit den Studenten für unseren LV M/V auf der Agenda.

Wir wünschen allen unseren zahnmedizinischen Studenten in Rostock und Greifswald, sowie auch allen unseren Mitgliedern im Land ein erfolgreiches neues Jahr 2019 !

Dr. Angelika Bührens (Studentenbeauftragte)

MV-Informativ September 2018

18-09-03 - m-vinformativ.pdf (162,5 KiB)

Anträge Landesversammlung 2018

Antraege Landesversammlung 2018.pdf (32,3 KiB)