Der FVDZ zum Europäischen Datenschutztag

Offene Wunde im Gesundheitssystem?

Anlässlich des Europäischen Datenschutztages am Dienstag hat der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) erneut vor wenig durchdachten Schnellschüssen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens gewarnt. Der aktuell bekannt gewordene Festplattendiebstahl in einem Berliner Krankenhaus, bei dem u. a. sensible Patientendaten in falsche Hände gerieten, habe die Vulnerabilität digitaler Systeme einmal mehr auf alarmierende Weise deutlich gemacht.


„Da nützen auch die exorbitant hohen Strafen bei Verstößen gegen die DSGVO nichts – offenbarte Daten lassen sich nicht zurückholen! Die Weitergabe und -verarbeitung von Daten muss freiwillig bleiben“, betont vor diesem Hintergrund der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. Patientinnen und Patienten dürfe die Souveränität über die eigenen Daten nicht genommen werden. Zunehmende Überwachung und Kontrolle „von oben“ führe das bewährte Prinzip der freien Arztwahl ad absurdum und gefährde damit mittelbar auch das Patientenwohl. Hier müsse eindeutig „Sicherheit vor Schnelligkeit“ gelten.

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