Der Freie Verband engagiert sich - in Europa und international
Hier berichten wir über die Aktivitäten des Freien Verbandes auf dem internationalen Parkett.
FDI Generalversammlung 2010
Dr. Ernst-Jürgen Otterbach,
Mitglied im FVDZ-Bundesvorstand, hat für den Freien Verband in der
Delegation der BZÄK vom 31.08.-04.09.2010 die FDI Generalversammlung in
Salvador de Bahia (Brasilien) besucht und dort die ERO-Sitzung zum
Thema "Liberal Dental Practice" geleitet. Otterbach konnte hier einen
Erfolg für den FVDZ verbuchen: Eine von ihm eingebrachte Resolution
gegen "Selektivverträge" in den Mitgliedsländern der ERO ist einstimmig
verabschiedet worden.
In der FDI sind 191
Zahnarztverbände aus 134 Nationen, die etwa eine Million Zahnärzte
vertreten, organisiert. Die FDI tagt auf zwei Schienen - in offenen
Foren und den jährlichen Generalversammlungen. Leider zu kurz kamen bei
der diesjährigen Generalversammlung die eigentlichen Themen
Mundgesundheit, Prophylaxe, die Amalgam-Diskussion, Wissenschaft und
Fortbildung, da die FDI derzeit in einer nicht unerheblichen
finanziellen und personellen Krise steckt, die hoffentlich bis zur
nächsten Generalversammlung aufgeklärt und behoben sein wird. (FVDZ)
Stellungnahme des FVDZ zu zu dem Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie "Über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung" KOM 2008/414/EG
FVDZ zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission „europaweite Patientenmobilität“ Chance für Liberalisierung des europäischen Gesundheitsmarktes nicht vertun!
(Brüssel, 28. Januar 2009)
In seiner Stellungnahme zu dem Vorschlag der Europäischen Kommission
für eine „Richtlinie über die Ausübung der Patientenrechte in der
grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung“ betont der FVDZ, dass der
vorliegende Richtlinienentwurf ein wichtiger Baustein dafür ist, mehr
Rechtssicherheit für die Ausübung der Patientenrechte in der
grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung in Europa zu schaffen,
indem die liberale Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur
Patientenfreizügigkeit nunmehr kodifiziert werden soll.
Kritisch sieht der FVDZ
allerdings, dass die EU-Kommission im Rahmen ihrer Initiative
zusätzliche Regeln einführen möchte, die im Ergebnis zu einer
Ausweitung der europäischen Kompetenzen in der Gesundheitsversorgung
und zu einem Mehr an Bürokratie führen werden. „Bürokratiemonster wie
europäische Leitlinien für gleiche Qualitäts- und Sicherheitsstandards
in den Mitgliedsländern, ein europäisches vernetztes
Sozialversicherungssystem oder eine europäische Gesundheitskarte mit
einem europaweiten Transfer von Daten brauchen wir in Europa nicht“, so
Dr. Ernst-J. Otterbach, Stellvertretender Bundesvorsitzender des FVDZ
und für die Europaarbeit zuständiges Vorstandsmitglied. „Die
EU-Kommission sollte vielmehr das vom Europäischen Gerichtshof immer
wieder zur Anwendung gebrachte Kostenerstattungsprinzip in der
Richtlinie verankern, da es der wesentliche Baustein dafür ist, dass
der Patient Gesundheitsdienstleistungen auf unkomplizierte und
unbürokratische Weise grenzüberschreitend abfragen kann, indem er die
im Ausland erhaltene Rechnung zwecks Erstattung bei seiner Krankenkasse
einreicht“, so Otterbach weiter.
Ansprechpartner:
Dr. Özgür Öner, FVDZ Office Brussels, Avenue des Arts 39
B-1040 Bruxelles (Brussels)
fon +32 2 502 20 74, fax +32 2 502 77 03; Email: brussels@fvdz.be
Europäisches Forum für Freie Zahnmedizin
Gemeinsam mit wechselnden
frei organisierten Partnerverbänden veranstaltet der Freie Verband seit
dem Jahr 2000 das "Europäische Forum für Freie Zahnmedizin" in Brüssel.
Die Veranstaltung stößt regelmäßig auf großes Interesse bei der
Fachpresse sowie bei den Brüsseler Institutionen.
Die Themen der letzten Jahre
2007:
"Kommerzialisierung der Freien Berufe – Wo liegen die Grenzen", FVDZ
gemeinsam mit Deutschem Anwaltverein und Deutschem Steuerberaterverband
2005:
„Dienstleistungen im Binnenmarkt – Eine Herausforderung für das
Gesundheitswesen?“ FVDZ mit zehn weiteren zahnärztlichen europäischen
Verbänden
2004:
"Deregulierung der freien Berufe als Chance begreifen" - FVDZ gemeinsam
mit denzahnärztlichen Berufsverbänden Italiens, Luxemburgs, der
Niederlande, Österreichs, Rumäniens, der Slowakei und der Schweiz
2002: "Finanzierung der Gesundheitssysteme für die Bürger Europas" FVDZ zusammen mit 16 europäischen zahnärztlichen Berufsverbänden
2001:
"EU-Erweiterung – Nationale Gesundheitssysteme müssen auf den
Prüfstand" FVDZ zusammen mit den zahnärztlichen Berufsverbänden
Frankreichs, Italiens, Luxemburgs, der Niederlande, Österreichs und der
Schweiz